Ein Englishman in Quakenbrück
USED-Macher Bob Giddens: "Schräg passt zu uns"
Jemand wie Bob Giddens – Sohn eines kanadischen Eishockey-Spielers mit englischem Pass, Lead-Sänger einer Rockband, Pressesprecher einer Basketball-Mannschaft in der Bundesliga - würde man nicht unbedingt in Quakenbrück vermuten. Einer Stadt in einer Region, die in Deutschland vor allem als Hochburg der Schweinezucht bekannt ist. Doch die Gegend ist auch Heimat vieler bekannter Namen aus der Fahrradindustrie. Unmittelbar mit dem niedersächsischen Städtchen verbunden ist etwa der Name Kynast. Wegen Kynast ist Bob Giddens vor über 30 Jahren nach Quakenbrück gekommen. Mit seiner Firma USED passt der Engländer heute in viele Schubladen, und irgendwie auch in keine: Paradiesvogel, Vordenker, soziales Gewissen, Mobilitätsinnovator; wer Giddens näher kennt, wird wahrscheinlich auch noch Heimatmensch und Lokalpatriot zur Liste hinzu fügen. Dass es dazu kam, lag vor allem daran, dass der Engländer kein Französisch lernen wollte.