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2018 erwartet der Konzen wieder Wachstum in allen Bereichen.
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Geschäftsbericht für 2017

Shimano steigert den Umsatz, verdient aber weniger

Shimano hat im vergangenen Jahr im Fahrradsegment den Umsatz steigern können. Gleichzeitig hat das japanische Unternehmen jedoch Einbußen beim Gewinn hinnehmen müssen. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig.

Die jetzt vorgelegten Zahlen im Geschäftsbericht für das Jahr 2017 hatten sich aufgrund der jeweiligen Quartalszahlen bereits abgezeichnet (velobiz.de berichtete) . Im wichtigsten Konzernbereich Fahrrad konnte Shimano trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen zulegen: Insgesamt setzte Shimano weltweit mit Fahrradkomponenten und Zubehör umgerechnet 2,04 Mrd. EUR um, das ist ein Zuwachs von 4,1 % im Vergleich zum Jahr 2016. Gleichzeitig musste Shimano hier im operativen Gewinn leichte Einbußen hinnehmen. In Zahlen ausgedrückt: Der operative Gewinn sank um 0,8 % auf 433 Mio. EUR.

Im Geschäftsbericht spricht Shimano von Fahrradverkäufen auf Vorjahresniveau im europäischen Markt, nachdem dort das Jahr eher zurückhaltend begonnen, dann zu Jahresmitte jedoch an Fahrt gewonnen habe. In Nordamerika hat Shimano einen weiterhin eher kraftlosen Verkauf von Kompletträdern festgestellt, der sich ungefähr auf Vorjahresniveau bewege. Gleichwohl hätten die Distributoren ihre Lagerbestände etwas abgebaut. Weiter im Rückwärtsgang befinde sich der Markt mit Kompletträdern in China, wobei sich insbesondere der Verkauf von Rädern im unteren Preissegment kraftlos gezeigt habe. In den Schwellenländern hat Shimano insbesondere in Brasilien und Argentinien eine beginnende Erholung festgestellt, während im Heimatmarkt Japan der Verkauf von Sport- und Alltagsrädern weiterhin Schwächen zeigte.

Mit Blick auf einzelne Produkte, berichtet Shimano von robusten Verkaufszahlen bei der Dura-Ace DI2-Gruppe sowie dem Steps E8000-Antrieb für E-Mountainbikes, die seit Ende 2016 ausgeliefert werden. Aber auch die MTB-Komponenten der Deore-Gruppe, die im Mai 2017 eingeführt wurden, sowie die seit Juni 2017 erhältliche neue Ultegra-Gruppe zeigten sich stark. Und nicht zuletzt sei die im August eingeführten neuen Scheibenbremsen gut im Markt angekommen.

Gesamtkonzern und Ausblick

Der gesamte Shimano-Konzern, also mit der Angelsport-Sparte und sonstiges, erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von umgerechnet 2,53 Mrd. EUR, das ist ein Zuwachs von 4 %. Der operative Gewinn sank um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn betrug umgerechnet 289,9 Mio. EUR, das sind 24,6 % weniger als im Jahr 2016.

Für das Jahr 2018 erwartet das Unternehmen einen weiter steigenden Umsatz. So wird eine Steigerung im Konzernumsatz von 4,2 % erwartet. Gleichzeitig prognostiziert das Unternehmen einen Anstieg beim Nettogewinn um 22,8 %.

13. Februar 2018 von Jürgen Wetzstein

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