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Umwälzende Veränderungen prognostiziert

Marktforscher kündigen massives Händlersterben in den Niederlanden an

Steht unserem Nachbarland und dem Fahrradland Nummer eins in Europa ein massives Händlersterben im Fahrradbereich bevor? Geht es nach einer Marktanalyse von Meijer & van der Ham Management Consultants ist diese Frage mit Ja zu beantworten. Die Ergebnisse der Marktanalyse präsentierte die niederländische Händlervereinigung BOVAG kürzlich ihren Mitgliedern. Demnach könnte sich in den nächsten fünf Jahre

die Zahl der bestehenden Fachgeschäfte halbieren. Die Gründe für diese düstere Prognose: verstärkter Wettbewerb unter den Fahrradhändlern, sinkende Preise, sinkende Verkaufszahlen und striktere Finanzierungsbedingungen der Banken.

In seiner Präsentation zeigte Maurice Manders, Manager des Bereichs Fahrrad bei BOVAG und Präsident des europäischen Händlerverbunds ETRA, folgende Entwicklung in den Niederlanden auf: In den letzten Jahren sind die Verkaufszahlen für Fahrräder in den Niederlanden gesunken. Das starke Wachstum im E-Bike-Segment hätte jedoch bislang dafür gesorgt, dass die Fahrradumsätze insgesamt nach oben gingen. Jedoch habe sich dieses Wachstum bei den E-Bikes bereits im vergangenen Jahr verlangsamt.

Und: Die Verbraucher seien mittlerweile sehr gut über die Produkte informiert und würden stärker als bisher auf den Preis achten. Zusammen mit steigenden Verkäufen via Internet, Wirtschaftskrise und sich stabilisierenden E-Bike-Verkaufszahlen stünden dem Fahrradhandel in den Niederlanden schwierige Zeiten bevor. Allerdings gebe es auch positive Vorzeichen, zum Beispiel das gute Image des Radfahrens hinsichtlich Gesundheit und Umwelt sowie die Bereitschaft der Regierung das Fahrrad als Verkehrsmittel zu fördern.

Für Fahrradhändler seien die veränderten Bedingungen jedoch auch eine Chance sich stärker zu positionieren, so Manders. Voraussetzungen seien, sich Gedanken über den eigenen Shop zu machen, das Konzept und das Umfeld zu hinterfragen. Wichtig sei zudem, frühzeitig aktiv zu werden. Dann seien die Chancen gut, im Geschäft zu bleiben und dabei gut über die Runden zu kommen.

1. März 2011 von Jürgen Wetzstein

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