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Passive Sicherheit beim Radfahren kann so aussehen.
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Versicherer sehen ein Risiko

Forsa-Umfrage: Radfahrer kümmern sich zu wenig um die Sicherheit

Dass aus Sicht eines Versicherungsunternehmens zu wenige Radfahrer einen Helm tragen und auch andere Schutz- und Sicherheitsausrüstung zu wenig verbreitet ist, mag ein wenig überraschendes Ergebnis einer jüngsten Forsa-Umfrage sein, die im Auftrag von CosmosDirekt durchgeführt wurde. Interessant aus Fachhandelssicht sind die Ergebnisse dieser Umfrage dazu, welchen Aufwand Radfahrer betreiben, um ihr Fahrrad insbesondere auch sicherheitstechnisch in Schuss zu halten.

Jeder Zehnte Befragte hat sich die Anschaffung seines Fahrrads mindestens 1000 EUR kosten lassen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Investitionen in die Sicherheit würden hingegen nicht immer groß geschrieben, so das Fazit von CosmosDirekt.

Begründung: Nur jeder Dritte trage zumindest meistens einen Kopfschutz, bei 13 % käme er nur selten zum Einsatz. Aber auch der Einsatz von reflektierender Kleidung oder einer Warnweste erscheint dem Versicherer zu gering. 70 % der Befragten verzichten auf solch eine Sicherheitsausrüstung. Und nur vereinzelt würde auf passiven Schutz durch Körperprotektoren zurückgreifen.

Potential bei Wartung und Pflege

Viel Potential sieht die Studie bei der Wartung und Pflege der Fahrräder. So würden vier von fünf Befragten zwar regelmäßig den Luftdruck kontrollieren, bei den Bremsen sieht das allerding schon wieder anders aus: Nur 57 % überwachen hier die korrekte Funktion. Interessant: Einen umfassenden Check in der Fachwerkstatt lässt laut Umfrage nur jeder Dritte regelmäßig durchführen. Und was die Pflegearbeiten angeht: 60 % ölen laut Umfrage die Kette, 30 % justieren die Schaltung.

Dazu sagt Bernd Kaiser von CosmosDirekt: „Um Unfällen vorzubeugen, sollte jeder Fahrradbesitzer sein Velo regelmäßig warten bzw. pflegen (lassen). Stellt sich heraus, dass das Rad nicht verkehrstauglich war und es deshalb zu einem Unfall kam, kann dem Fahrer eine Teilschuld auferlegt werden.“

15. September 2015 von Jürgen Wetzstein
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