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Hochmoderne Produktionsanlagen
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Bedarf in Europa abdecken

Konsortium bringt Carbon-Fertigung in Portugal an den Start

Die große Mehrheit der Fahrradrahmen aus Carbon wird heute in Fernost produziert. Nun haben Akteure aus Portugal, Deutschland und Taiwan eine Fabrik errichtet, die den Bedarf des europäischen Markts decken helfen soll.

Neues Werk in Portugal tritt als Alternative zur Lieferanten aus Fernost an.

Mit wenigen Ausnahmen werden Fahrradrahmen aus Carbon heute in Asien hergestellt. Aber die Lieferketten sind anfällig für Störungen und auch die Produktionskapazitäten in Fernost sind begrenzt. Eine Strategie, um hier gegenzusteuern, lautet „Reshoring“. Damit wird die Rückverlagerung der Produktion bezeichnet, weg aus weit entfernten Schwellenländern und näher zu den eigentlichen Absatzmärkten. Eine der Regionen Europas, die von diesem Trend profitiert, ist das Hinterland der portugiesischen Hafenstadt Porto.
In dieser Region, genauer im Industriegebiet von Vouzela wurde nun eine hochmoderne Fertigungsstätte für Rahmen und Teile aus Carbon feierlich eröffnet. Hinter dieser Fabrik von Carbon Team steckt ein Konsortium von Investoren, zu dem der Felgen- und Laufrad-Spezialisten Rodi mit seinem Tochterunternehmen Triangles, der Kurbelhersteller Miranda und Ciclo Fapril als Spezialist für Aluminiumrahmen gehören. Auch Know-how des deutschen Carbon-Spezialisten Bike Ahead Composites und des Teilespezialisten Art Bicycle aus Taiwan flossen in die Fabrik mit einer Fläche von 9.000 qm ein. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von 8,4 Mio. EUR getätigt.

50.000 Rahmen jährlich

Mit Hilfe neuster Fertigungstechnologien sollen zunächst 25.000 Carbon-Rahmen pro Jahr gefertigt werden. Mittelfristig soll die Kapazität auf jährlich 50.000 Rahmen steigen, was bis zu 120 Arbeitskräfte in die Region bringt.
Bei der Einweihungszeremonie der Fabrik gab sich außer Carbon Team-Geschäftsführer Vital Almeida und Rui Miguel Pereira als Gemeindepräsident von Vouzela auch Portugals Minister für Staats-, Wirtschafts- und Digitaler Wandel die Ehre. Pedro Siza Vieira lobte die neue Fertigungsstätte als Zeichen des Übergangs in Portugal, was die Bedeutung des Landes im internationalen Velocluster weiter festigen werde.

16. Juli 2021 von Laurens van Rooijen
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