
Auftritt auf dem Orderfestival von Bike&Co
Accell Deutschland sendet in Kassel positive Signale
Es sind bewegte Zeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentrale von Accell Deutschland in Schweinfurt. Wie berichtet hat die deutsche Tochtergesellschaft des niederländischen Fahrradkonzerns vor wenigen Wochen Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet velobiz.de berichtete . Der Insolvenzantrag wurde inzwischen angenommen, was heißt, dass das bestehende Management mit Unterstützung eines Sachverwalters das operative Geschäft vollumfänglich fortführen kann. Es werden also auch Bestellungen an den Fachhandel ausgeliefert. Dementsprechend positiv gestimmt war auch die Belegschaft rund um Deutschland-Geschäftsführer Joost van Schaik, die sich in Kassel mit einem großflächigen Messestand den Fachhandelskunden präsentierte. Der guten Laune dürfte sicherlich auch zuträglich gewesen, sein, dass Bike&Co. ihre Händlerinnen und Händler noch vor Messestart in einem Rundschreiben, das velobiz.de vorliegt, über eine getätigte Fortführungsvereinbarung für die Zentralregulierung zwischen DZB Bank und dem zuständigen Sachverwalter, informierte. Diese Vereinbarung bezieht sich ausschließlich auf die in die Deutschland ansässigen Marken sowie den Großhändler E. Wiener Bikeparts.
Im Gespräch mit velobiz.de erklärte Joost van Schaik, dass es für das Unternehmen ein wichtiges Zeichen sei, sich in Kassel mit einem Messestand zu präsentieren. Van Schaik berichtete auch von einem großen Vertrauen, dass man von Seiten der Fachhandelskunden hier in Kassel aber auch schon in den Tagen zuvor erfahren habe.
Ein Umstand, der offenbar auch in Schweinfurt für einen zusätzlichen Motivationsschub gesorgt habe, wie gegenüber velobiz.de aus Mitarbeiterkreisen von Accell-Germany bestätigt wurde. Das Schweinfurter Team sei intakt und hochmotiviert, durch das Insolvenzgeld sind die Löhne noch bis Ende Oktober gesichert.
Gleichzeitig zeigt sich Joost van Schaik optimistisch, dass die eingeläutete Investorensuche von Erfolg gekrönt sein werden. Wichtig sei es, egal auf welche Lösung es hinauslaufe, dass es in Schweinfurt und für das engagierte Team dort weitergehe.
Ergebnis ist offen
Vor etwa vier Wochen, als der Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt wurde, wurde von den Sachverwaltern als Ziel eine „Investorenlösung unter Herauslösung der deutschen Geschäftstätigkeiten aus der internationalen Accell-Gruppe“ herausgegeben. Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Gru Brugger, der für die Dauer der Eigenverwaltungsverfahren als Generalbevollmächtigter in die Unternehmen eingetreten ist und die Geschäftsführung gemeinsam mit seinen Partnerkollegen Dr. Hans Konrad Schenk und Markus Berger bei der Restrukturierung unterstützt, erklärte zudem: „Die Eigenverwaltungsverfahren geben uns die Möglichkeit, die Sanierung der deutschen Gesellschaften unter schwierigen Marktbedingungen strukturiert anzugehen."
Auf welches Ergebnis die Bemühungen herauslaufen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Das Lebenszeichen aus Schweinfurt für Accell Deutschland und deren Tochtergesellschaft war in Kassel auf alle Fälle deutlich spürbar.
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