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Foto: Accell Gruppe - der designierte CEO Jonas Nilsson
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Eilmeldung

Accell Group am Abgrund?

Vor wenigen Tagen sah es noch so aus, als würde die Accell-Gruppe unter dem Dach der DuTech-Gruppe in die Zukunft radeln können. Doch jetzt sendet der niederländische Fahrradhersteller ein dramatisches Alarmsignal. Die Zukunft sieht düster aus.

Die Accell-Gruppe hat einen langen Weg aus der finanziellen Krise hinter sich. Doch zuletzt sah man sich auf einem guten Weg, das Unternehmen wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen.

Im Februar dieses Jahres hatte Accell nach einer grundlegenden operativen Umstrukturierung eine Vereinbarung mit seinen Aktionären und Kreditgebern über zusätzliche Finanzmittel und einen erheblichen Schuldenabbau getroffen. Im Rahmen dieser Vereinbarung ging das Eigentum an Accell auf die Kreditgeber über, velobiz.de berichtete . „Dies war nicht als langfristige Eigentümerstruktur vorgesehen“, heißt es von Accell.

Seitdem haben Accell und seine Berater alle möglichen Wege für die Zukunft der Gruppe ausgelotet, darunter Gespräche mit mehreren Interessenten, die Prüfung zahlreicher Angebote und die Einholung behördlicher Genehmigungen für eine mögliche Fusion mit der DuTech-Gruppe, velobiz.de berichtete . Die Genehmigungen wurden bereits in Deutschland und in anderen Ländern erteilt.

Um so überraschender kommt jetzt die Mitteilung, dass es nicht gelungen sei, eine tragfähige Lösung zu finden, die es Accell ermöglichen würde, den Geschäftsbetrieb in seiner derzeitigen Form fortzuführen. Der Vorstand sei zum Schluss gekommen, dass das Unternehmen nicht mehr in der Lage sei, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Der nächste notwendige Schritt sei die Einleitung lokaler Insolvenzverfahren für die betreffenden Tochtergesellschaften der Gruppe.

Insolvenzverfahren angekündigt

Jonas Nilsson, CEO der Accell-Gruppe, sagt: „Angesichts all der harten Arbeit und all dessen, was wir mit der Unterstützung der Aktionäre und Kreditgeber zur Umstrukturierung der Geschäftstätigkeit und der Finanzen von Accell erreicht haben, ist dies eine zutiefst traurige und frustrierende Situation. Es ist ein besonders schwieriger Moment für unsere Mitarbeiter, Gläubiger, Kunden, Lieferanten und Partner. Jede realistische Option für die Zukunft des Unternehmens wurde unermüdlich geprüft, und keine davon hat zu einer Lösung geführt, mit der die Gruppe in ihrer derzeitigen Form fortgeführt werden könnte.
Unser unmittelbarer Fokus liegt darauf, einen geordneten Ablauf zu gewährleisten, wo immer möglich Klarheit zu schaffen und mit den zuständigen, vom Gericht bestellten Insolvenzverwaltern zusammenzuarbeiten, um tragfähige Geschäftsbereiche und Arbeitsplätze zu erhalten, soweit es die Umstände zulassen.“

Die Gruppe kündigt an, weitere Informationen bekanntzugeben, sobald diese vorliegen.

Heute um 06:32 von Jürgen Wetzstein

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