Karsten Hübener gibt Amt ab
ADFC-Bundeshauptversammlung stellt Weichen für die Zukunft
gibt sein Amt ab. „Der ADFC steht heute gut da und kann selbstbewusst in die Zukunft blicken“, ist sich Hübener sicher. Seine langjährige erfolgreiche Arbeit für den Verein wird nun ein neues Team fortführen. Die Aufgaben und Herausforderungen für die kommenden Jahre sind dabei vielfältig.
Während in vielen Stadt- und Landesparlamenten dem Radverkehr zunehmend Bedeutung beigemessen wird, spielt das Fahrrad in der Bundespolitik nur eine untergeordnete Rolle. Doch die gesellschaftlichen Hauptprobleme wie Arbeitslosigkeit, Gesundheitskosten und Klimawandel können durch Investitionen in den Radverkehr gelindert werden. Der ADFC will daher auch in Berlin den Druck auf die Politik verstärken. Das Ziel: Die Steigerung der Investitionen für den Radverkehr auf zehn Prozent des gesamten Verkehrsetats – das entspricht dem Radverkehrsanteil in Deutschland.
Der Bedarf für diese Mittel ist übergroß – zum Beispiel im Bereich der Infrastruktur. Um den Radverkehrsanteil weiter zu steigern, sind sichere und komfortable Wege für Radfahrer unerlässlich. Dazu können breite Radfahrstreifen auf der Straße gehören, aber auch optimierte Ampelschaltungen, die Radfahrern eine „grüne Welle“ ermöglichen, sowie sichere Abstellanlagen. Auch Städte und Gemeinden müssen ihre Investitionen in die Radverkehrs-Infrastruktur deutlich steigern, um der zunehmenden Bedeutung des Radverkehrs gerecht werden zu können.
Mehr Radverkehr bedeutet auch mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. So müssen neue technische Innovationen wie der Außen-Airbag für Autos zü-gig zur Marktreife gebracht werden, um schwere Verletzungen von Radfahrern und Fußgängern weiter zu verringern. 2011 wird der ADFC auch auf technische Mängel an Fahrrädern stärker als bisher aufmerksam machen. Hierzu wird eine Sammelstelle für Schadensmeldungen eingerichtet. Der ADFC stärkt damit sein Profil als Verbraucherschutzverein.
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