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5. Fahrradklima-Test

ADFC: Fahrradstadt Münster bekommt starke Konkurrenz

Münster steht bei den Städten über 200.000 Einwohnern auch beim fünften ADFC Fahrradklima-Test ganz oben auf dem Treppchen. Aber die Fahrradstadt Nummer eins in Deutschland bekommt Konkurrenz. Andere Städte drängen nach vorne. Der ADFC hat soeben alle Ergebnisse des Fahrradklima Test 2012 veröffentlicht.

Rund 80.000 Radfahrer machten bei der großen Umfrage, die vom Bundesverkehrsministerium und der Fahrrad-Fachhandelsgruppe ZEG unterstützt wurde, mit. Beim letzten Fahrradklimatest 2005 waren es 26.000. Mit ihren Antworten auf 27 Fragen in fünf Kategorien konnten die Teilnehmer beschreiben, wie willkommen sie sich auf den Straßen ihrer Städte fühlen. 332 Städte haben die für die Wertung notwendige Mindestanzahl an eingeschickten Fragebögen erreicht, darunter alle 80 deutschen Städte mit über 100.000 Einwohnern.

Zu den Gewinnern bei den Großstädten über 200.000 Einwohnern gehört die Stadt Karlsruhe, die sich das Ziel gesetzt hat „Fahrradstadt Nummer 1 in Süddeutschland“ zu werden. Keine andere Stadt dieser Größe konnte sich stärker verbessern. Das gilt auch für Potsdam bei den Städten mittlerer Einwohnerzahl und für Wernigerode in der Kategorie der Städte bis 100.000 Einwohnern.

Jan Mücke, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sagte: „Viele Städte wurden in ihrem Engagement für die Radverkehrsförderung bestätigt. Und Städte, die erst am Anfang der Radverkehrsförderung stehen, werden zur Nachahmung motiviert. Die Testergebnisse zeigen aber auch, dass es noch vieles zu verbessern gibt. Daran wollen wir gemeinsam arbeiten. Der Bund leistet seinen Beitrag hierzu mit dem Nationalen Radverkehrsplan 2020.“

Die Durchschnittsbewertung verschlechterte sich allerdings im Vergleich zum letzten Fahrradklima-Test 2005: Die Radfahrer bewerteten ihre Kommunen insgesamt schlechter als vor sieben Jahren. Dass sich die Situation für Radfahrer tatsächlich verschlechtert hat, ist allerdings kaum anzunehmen. Der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg sagt dazu: „Wir nehmen an, dass sich in den letzten Jahren ein stärkeres Bewusstsein für die Probleme von Radfahrern gebildet hat.“ Zu enge Radwege oder mangelnde Abstellmöglichkeiten sorgen für schlechtere Bewertungen. „Das Fahrrad steht zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit. Schlechte Bedingungen für den Radverkehr werden nicht mehr als normal und unveränderlich hingenommen. Radfahrer entwickeln ein neues Selbstbewusstsein und fordern ihre Rechte ein“, betonte Syberg.

Der ADFC stellt alle Ergebnisse zum kostenlosen pdf-Download bereit.

4. Februar 2013 von Jürgen Wetzstein

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