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Verkehrssicherheit beim Radfahren

ADFC skizziert Weg zu weniger Radverkehrstoten

In der kommenden Woche beginnt die Nationale Verkehrssicherheitskonferenz. Zu diesem Anlass mahnt der ADFC, dass die Verkehrssicherheit für Radfahrende sich nicht verbessert habe und stellt konkrete Forderungen auf.

2024 starben laut Destatis 12 Prozent mehr Radfahrende als noch 2014, nämlich 445 Menschen, im Straßenverkehr. Das Ziel des Nationalen Radverkehrsplans, die Zahl der getöteten Radfahrenden von 2019 bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, ist somit in noch weitere Ferne gerückt.

Auch die Zahl polizeilich erfasster Unfälle mit Personenschaden mit Fahrrad hat zugenommen, um 18 Prozent von fast 79.000 auf gut 93.000. Häufigster Unfallgegner ist das Auto, Hauptunfallorte sind Kreuzungen und Einmündungen.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Dr. Caroline Lodemann sagt: „Die Zwischenbilanz beim Radverkehr ist in zweierlei Hinsicht alarmierend: Zum einen stagniert der Fahrradanteil am Gesamtverkehr – anstatt dynamisch zu wachsen, wie von der Bundesregierung angestrebt. Zum anderen verschlechtert sich die Unfallbilanz. Damit steht der Erfolg gleich zweier Programme des Bundes auf dem Spiel: der Nationale Radverkehrsplan und die Nationale Verkehrssicherheitsstrategie. Das ist bitter! Denn im Radverkehr steckt viel Potenzial für Gesundheit, Stauentlastung, Lebensqualität und Klimaschutz. Wir erwarten von Bundesverkehrsminister Schnieder, dass dieses Potential konsequent genutzt wird.“

Konsequent ausbauen

Für den ADFC ist es wichtig, die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmerinnen und -Teilnehmer zu priorisieren und den Ausbau der Radwegenetze konsequenter voranzutreiben. Konkret fordert der Verband einen beschleunigten Ausbau von Qualitätsradwegenetzen in den Städten und auf dem Land, Tempo 30 als Standard innerorts und Tempo 50 als Ausnahme sowie einen beschleunigten Umbau gefährlicher Kreuzungen. Zudem sei eine gezielte bundesweite Kampagne zum Mindestüberholabstand (1,5 Meter innerorts und 2 Meter außerorts) sowie gegen gefährliches Falschparken auf Radwegen dringend notwendig.

„Oberste Priorität hat die Verbesserung der Radinfrastruktur“, sagt Lodemann. „Sicherer Radverkehr ist nur auf sicheren Radwegen möglich.“ Studien belegen, dass mangelhafte Radwegeinfrastruktur zu Unfällen mit dem Rad beiträgt. Hier sei weiterhin viel zu tun. Lodemann erklärt: „Die hohe Konfliktquote zwischen Rad- und Autoverkehr zeigt grundlegende Defizite und Fehler in der Verkehrsplanung. Radfahrende brauchen eigene, geschützte Infrastruktur. Und die Knotenpunkte zwischen beiden Verkehrsarten müssen so umgestaltet werden, dass sie auch für ungeschützte Verkehrsteilnehmer sicher sind.“

Heute um 08:38 von Sebastian Gengenbach

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