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Am Ende antriebslos
E igentlich hätte man erwartet, dass Porsche demnächst und endlich den eigenen Antrieb vorstellt. Schon seit Jahren angekündigt verzögerte sich die Präsentation immer weiter. Dem Vernehmen nach besteht ein fertiges Produkt, das auch vorzeigbar sein soll, aber gleichzeitig lautet die Einschätzung, dass man sich von den aktuellen Top-Antrieben nicht abheben könne. Das ist natürlich nicht der Porsche-Anspruch.
Je länger die Vorstellung sich verzögerte, umso größer wurden auch die Fragezeichen rund um das Unternehmen. Mit dem Ende des Joint Ventures mit Pon vergangenen Dezember, bei dem Porsche-E-Bikes entwickelt werden sollten, wurden die Marktbeobachter noch mal hellhöriger. Trotzdem wurden die Hersteller, die aktuell Porsche- beziehungsweise Fazua-Antriebe verbauen, von der Nachricht überrascht. Wie es heißt, haben auch sie nur kurz vor der Pressemitteilung vom Marktrückzug erfahren. Sie haben nun akute Service-Herausforderungen und stehen vor dem Ende von Modelllinien. In womöglich lagernde Fazua-Rahmen lassen sich keine anderen Antriebe einbauen.
Porsche gibt an, dass man die im Markt befindlichen Fahrzeuge weiterhin mit notwendigen Services und Teilen versorgen will. Man arbeite an »zukünftigen Strukturen und Prozessen«, um das sicherzustellen, wolle »zeitnah« über konkrete Schritte informieren und auch bereits fertiggestellte System-Updates sollen noch ausgespielt werden. Das ist einerseits löblich, aber andererseits darf man auch vorsichtig ob solcher Beschwichtigung bleiben, immerhin wird das Unternehmen abgewickelt. Welche Rumpfstrukturen da bestehen bleiben und was sie zu leisten imstande sind, wird die Zukunft zeigen.
Letztlich werden es die Hersteller sein, die bisher auf Porsche gesetzt haben, die ihre Fahrzeuge am Laufen halten werden. Zur Not werde man sich mit Ersatzteilen eindecken. Betroffen sind zahlreiche bekannte Marken von der Entwicklung, aber alle mit eher überschaubaren Fazua-Stückzahlen. Nicht nur sie werden sich in Zukunft noch genauer überlegen, mit wem sie eine Partnerschaft eingehen. //
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