
3. Generation auf der Eurobike
Blubrake lässt die ABS-Einheit weiter schrumpfen
Während Antiblockier-Systeme (kurz ABS) bei Autos längst zum allgemein anerkannten und erwarteten Standard geworden sind, sieht es bei Zweirädern anders aus - ob motorisiert oder nicht. Gerade bei E-Bikes scheuen viele Hersteller die Mehrkosten, welche diese Technik mit sich bringt - und den zusätzlichen Aufwand bei der Montage eines E-Bikes.
Als einer der ABS-Pioniere am E-Bike will Blubrake dies ändern, und das Mailänder Unternehmen verspricht sich in dieser Hinsicht viel von der dritten Produktgeneration, die unter dem Namen „NEO“ auf der 34. Eurobike ihre Premiere feierte.
Diese 3. Generation ist das Resultat einer kompletten Neuentwicklung, um den Bedürfnissen von E-Bike-Produzenten gerecht werden. Ausser einer möglichst einfachen Montage verlangen diese tiefere Preise und Flexibilität, wenn es um den exakten Ort geht, wo das ABS-Modul am E-Bike verbaut wird.
Die „NEO“-Einheit misst nur 96 mm x 38.5 mm x 35 mm, ist somit noch rund halb so groß wie der Vorgänger und passt damit nicht nur ins Oberrohr, sondern auch in den Gabelschaft mancher Gabel - an der Eurobike war ein „Neo“-Modul in einer Gabel des neuen, indischen Anbieters Gabriel integriert.
Als offenes System verträgt sich «NEO» mit Hilfsantrieben von Anbietern wie Bosch eBike Systems, Ananda und Bafang sowie mit Bremsen von Shimano und Magura. Damit decken die Italiener schon einige Kombinationen ab. Dies, die vereinfachte Integration des ABS-Moduls und der nochmals deutlich reduzierte Preis sollen der Technik auch an normalen E-Bikes zum Durchbruch verhelfen. Bisher wurde die Technik aus Kostengründen meist nur an E-Cargobikes, Speed Pedelecs und vereinzelt an E-Mountainbikes verbaut.
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