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Neue Dynamot-Studie:

Die Werkstatt in Schweizer Fahrradgeschäften unter der Lupe

Die Bedeutung der Fahrradwerkstatt wächst – das wurde nicht zuletzt in Corona-Zeiten deutlich. Doch wie ist die Werkstatt im Schweizer Fachhandel aktuell organisiert? Welche Stundensätze sind üblich? Diesen und vielen weiteren Fragen ist die Studie „Werkstattumfrage 2020“ der dynaMot Kommunikation GmbH aus Winterthur nachgegangen, die ab sofort digital oder in gedruckter Form erhältlich ist.

Velobiz.de konnte schon einmal einen Blick in die neue Studie werfen, die eine Vielzahl von Kennzahlen aus dem Schweizer Fachhandel offeriert und dabei auch interessante Entwicklungen der letzten Jahre aufzeigt. Ein Beispiel: Der Schweizer Velohandel hat in den letzten beiden Jahren die Wirtschaftlichkeit der Servicewerkstatt steigern können. 56.4 % geben an, dass sie in der Werkstatt Geld verdienen (2018: 41.2 %). Dafür verantwortlich sein dürften u.a. höhere Servicetarife. Diese stiegen im Schnitt seit 2018 um 4.7 % auf 108.34 CHF pro Stunde. Auch geholfen haben dürfte, dass unterdessen bald zwei Drittel (63.5 %) der Händler in der Werkstatt mit den effizienzsteigernden Arbeitswert-Tabellen arbeitet.
Aber es sind noch Herausforderungen zu meistern: Etwa jedes fünfte Geschäft erreicht in der Werkstatt laut eigenen Angaben die Rentabilitätsziele nicht. Und der Anteil der Geschäfte, bei denen die Werkstatt rote Zahlen schreibt, hat auf tiefem Niveau seit 2018 um 75 % zugenommen (2020: 11.9 %, 2018: 6.8 %). Gründe dafür dürften die steigenden Aufwände für die Abarbeitung von Garantiefällen und die komplizierter werdende Beschaffung von Ersatzteilen sein.

Personalmangel

Ein großes Problem ist der Personalmangel: Mehr als ein Drittel der Geschäfte gab in der Umfrage Anfang März an, dass sie in der Servicewerkstatt unterbesetzt sind und Fachkräfte suchen. Dies dürfe auch der Hauptgrund dafür sein, dass der Schweizer Fahrrad-Fachhandel trotz steigender Nachfrage der Kundschaft seine Werkstatt-Kapazitäten nicht ausbauen konnte in den letzten beiden Jahren.
Damit verschenkt der Schweizer Handel viel Geschäftspotenzial. Das zeigte sich gerade jetzt während der Corona-Krise, was in einer Zusatzerhebung zur Werkstattumfrage herausgearbeitet wurde. So gaben mehr als die Hälfe der Händler an, dass sie während des Lock-Downs gleich viel oder mehr Arbeit in der Werkstatt hatten als zur gleichen Zeit im Vorjahr - und bereits letztes Jahr bewegten sich die Service-Umsätze vieler Geschäfte auf Rekordniveau.
Die zweite Ausgabe der Werkstattumfrage (nach 2018) kann ab sofort online bestellt werden unter https://www.dynamot.ch/werkstattumfrage/ .

15. Mai 2020 von Jürgen Wetzstein

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