
Insolvenz angemeldet
E-Bike-Hersteller Ampler steht vor dem Aus
In den vergangenen Jahren sorgte der Direktvertreiber Ampler durchaus für viel Aufmerksamkeit. Erst zuletzt vermeldete das Unternehmen den Gewinn eines Design-Award, im vergangenen Jahr war die Premiere eines E-Bikes mit integriertem USB-C-Ladeschluss eine vielbeachtete Neuigkeit auf der Cyclingworld 2025 in Düsseldorf velobiz.de berichtete .
Doch jetzt steht der Hersteller wohl vor dem Aus – und als entscheidender Grund dafür, dass das Unternehmen jetzt im Heimatland Estland und auch in Deutschland für die Tochtergesellschaft den Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt hat, liegt wohl in einer Mietstreitigkeit bezüglich des Berliner Showrooms, der Ende 2021 eröffnet wurde velobiz.de berichtete .
In lokalen Medienberichten wird Ampler-Vorstandsmitglied Kristjan Maruste so zitiert, dass man seinerzeit einen Mietvertrag mit zehn Jahren Laufzeit für die Berliner Niederlassung geschlossen hatte, der sich als zu ambitioniert erwiesen habe. Letztendlich standen den Berichten zu Folge Strafzahlungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro im Raum, die bei Vertragsauflösung fällig geworden wären. Ein Hemmschuh offenbar für die Suche nach neuen Investoren, die aber nötig gewesen wären, um Ampler weiter in die Zukunft zu führen. Wie andere Fahrradhersteller auch, hatte Ampler in den letzten beiden Jahren mit den Herausforderungen des Marktes zu kämpfen. Wie Maruste gegenüber lokalen Medien jedoch sagt, habe man einen erfolgreichen Umstrukturierungsprozess durchschritten. Doch der Mietvertrag in Berlin hat das Unternehmen jetzt offenbar in eine finanzielle Sackgasse geführt, die Entlassung aller verbliebenen 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist angekündigt.
Für Besitzerinnen und Besitzer der Ampler Bikes heißt es jetzt, dass sie auf Unterstützung von lokalen Fahrradgeschäften hoffen müssen.
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