
Blick in die Zukunft auf der Eurobike?
E-Bike-Konzepte aus Schweizer Entwicklungsfeder
Ein großes Thema auf der Eurobike sind Mittelmotoren mit integriertem Getriebe: Vor drei Jahren machte Pinion mit der „MGU“-Einheit den Auftakt. In Frankfurt zeigen dieses Jahr verschiedenen Hersteller von Hilfsantrieben entsprechende Ansätze, die so wartungsarm wie einfach zu bedienen sein sollen. Darunter mit Gobao auch ein ambitionierter Akteur aus China.
Dessen E-CVT-Technologie (kurz für „Electronically-controlled continuously Variable Transmission“) bietet eine stufenlose Bandbreite an Übersetzungen in Kombination mit einer automatischen Schaltung. Diese Technik kommt am neuen „X1P“-Mittelmotor von Gobao zum Einsatz.
Züricher Entwicklungsbüro
Im Auftrag von Gobao hat das Zürcher Design- und Entwicklungsstudio Radiate Engineering & Design um diesen Mittelmotor je eine vollgefederte Mountainbike-Plattform und ein Alltagsmodell entworfen, jeweils in Kombination mit einem Zahnriemen. Diese E-Bikes werden nicht in den Handel gelangen, sondern sind reine Machbarkeits-Studien, um die Vorzüge der Kombination von Mittelmotor und Getriebe zu verdeutlichen.
Bei Stürzen droht kein Schaden am Schaltwerk, und der Verschleiß im Antriebsystem wird deutlich reduziert, und das Rad fährt sich zudem deutlich leiser. Dazu kommt, dass man sich beim Fahren ganz auf die Linienwahl oder den Verkehr sowie das Bremsen konzentrieren kann.
Den Rahmen des E-Mountainbikes hat Radiate Engineering & Design modular ausgelegt. Je nach verbauter Einbaulänge des Federbeins gibt der Rahmen 130 mm bis 160 mm Federweg her. So lassen sich mit demselben Rahmen Enduro-Mountainbikes oder SUV-eMTBs aufbauen. Bei der Alltagsversion fehlt es mit Varianten mit Diamant-, Tiefeinsteiger- und Mixté-Rahmen auch nicht an Auswahl. Bei letzterer passt eine Tasche zwischen die beiden Oberrohre - ein cleveres Detail, das bei Fahrten im Alltag willkommen ist.
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