
Umfangreiches Fortbildungsprogramm
Fahrrad Akademie stellt sich den Herausforderungen im Fachhandel
Die Fahrrad Akademie richtet ihr neues Fortbildungsprogramm 2026/2027 deshalb konsequent auf die Themen aus, die Betriebe jetzt angehen sollten. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Angebote zu Betriebsführung und -entwicklung, Verkauf und Marketing, Werkstatt und Technik, Services und Leasing sowie zu betrieblichen Prozessen, KI und Digitalisierung. Ergänzt wird das Programm durch ERFA-Angebote für den Erfahrungsaustausch unter Händler. Die Angebote des neuen Programms sind ab sofort buchbar.
„Unsere Angebote sollen immer einen spürbaren Unterschied im Alltag machen“, sagt Stephan Fuchs, der gemeinsam mit Michael Welle die Geschäfte der Fahrrad Akademie führt. „Deshalb haben wir unser Programm konsequent auf die Fragen ausgerichtet, die Händler aktuell beschäftigen: Wie steuere ich meinen Betrieb durch wechselhafte Zeiten? Wie mache ich meine Werkstatt effizienter? Wie gewinne und binde ich Kunden und wie setze ich KI sinnvoll ein?“ Antworten auf diese und viele weitere Fragen gebe das Programm der Fahrrad Akademie mit mehr als 72 Veranstaltungen an insgesamt 147 Schulungstagen.
Aktive Unternehmenssteuerung
Ein Schwerpunkt des neuen Programms liegt auf der professionellen Führung und Entwicklung des eigenen Betriebs. Die dreiteilige Online-Reihe „Kennzahlengestützte Unternehmensführung“ vermittelt, wie Händler relevante Kennzahlen verstehen, einen Business-Forecast entwickeln und aus Plan-Ist-Vergleichen konkrete Maßnahmen ableiten. Ziel ist eine Unternehmensführung, die nicht allein auf Erfahrungswerten und Bauchgefühl basiert, sondern auf belastbaren Informationen.
Auch die strategische Positionierung steht im Fokus. Im zweitägigen Präsenzseminar „Strategie mit Profil“ arbeiten die Teilnehmenden am eigenen Unternehmen; von der Standortbestimmung über Zielgruppen und Nutzen für Kunden bis zu einem konkreten Maßnahmenplan für die kommenden 24 Monate. Damit greift die Fahrrad Akademie eine zentrale Frage des stationären Fachhandels auf: Warum soll die Kundschaft ausgerechnet bei mir kaufen? Die Antwort soll nicht über den niedrigsten Preis führen, sondern über ein klares Profil, relevanten Nutzen für Kundinnen und Kunden und erlebbare Leistungen.
KI und Digitalisierung
Deutlich erweitert wird der Bereich KI und Digitalisierung. Die modulare Reihe „KI im Fahrradhandel: Orientieren. Automatisieren. Umsetzen.“ führt von der Einordnung des Themas über die Automatisierung von Prozessen und Kommunikation bis zum Einsatz fortgeschrittener KI-Tools und einer konkreten KI-Strategie mit Umsetzungsplan.
Daneben geht es um Themen, die weniger spektakulär, für den betrieblichen Alltag aber mindestens genauso relevant sind: Das Angebot „Dein ausgelagertes Gehirn“ zeigt, wie Wissen und Prozesse so dokumentiert werden können, dass sie nicht an einzelnen Personen hängen bleiben. Vorhandene Werkzeuge wie Teams oder OneNote und auch KI können dabei unterstützen, ohne ein großes IT-Projekt aufsetzen zu müssen. Auch CRM und aktives Management von Kundinnen und Kunden gehören zum Programm. Damit wird Digitalisierung nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Werkzeug für effizientere Abläufe, weniger Abhängigkeiten und bessere Beziehungen zu Kunden.
Werkstatt als Wettbewerbsvorteil
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Werkstatt und damit auf einem Bereich, der für den stationären Fachhandel zunehmend zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal wird. „Die effiziente Werkstatt ist das Herzstück und das Alleinstellungsmerkmal des stationären Fachhandels“, heißt es im Programm. Gleichzeitig treffen dort hohe Auslastung, Fachkräftemangel, Zeitdruck und komplexe Abläufe aufeinander. Das All-ride-Konzept setzt deshalb bei strukturierten Prozessen, Arbeitsplatzgestaltung, Qualität und wirtschaftlicher Steuerung an. Die Grundlagenschulung bildet zugleich die Basis für die All-ride-Zertifizierung.
Besonders relevant für Betriebe mit Personalbedarf ist das AZAV-geförderte Qualifizierungsprogramm für Quereinsteiger in der Fahrradwerkstatt. Es verbindet Online-Unterricht, Präsenztage in Marburg und Praxis in einem Betrieb. Die drei aufeinander aufbauenden aber auch einzeln buchbaren Module richten sich sowohl an Menschen ohne formale Ausbildung im Zweiradbereich als auch an Betriebe, die neue Mitarbeitende qualifizieren oder bestehende Teams weiterentwickeln möchten.
Service wird zum Geschäftsmodell
Auch beim Thema Service setzt die Fahrrad Akademie einen klaren Schwerpunkt. Die sieben Module der Reihe „ServicePlus – MehrWert am Rad“ zeigen, wie sich Dienstleistungen, Beratung und zusätzliche Geschäftsfelder strategisch nutzen lassen, um neue Umsatzpotenziale zu erschließen und Kunden langfristig zu binden. Auf der Agenda stehen unter anderem Versicherungen, Ergonomieberatung, KMU-Leasing, Finanzierung, Service-Pakete und Wartungs-Abos sowie Refurbished Bikes. Ein besonders praxisnahes neues Angebot ist der dreitägige Train-the-Trainer-Kurs für E-Bike-Fahrsicherheit. Händler und Mitarbeitende werden dabei dazu qualifiziert, eigene Fahrsicherheitstrainings anzubieten. Die Fahrrad Akademie verbindet damit Nutzen für Kunden und das eigene Geschäftsmodell: Aus einem einmaligen Fahrradkauf kann eine zusätzliche After-Sales-Dienstleistung entstehen, die die Bindung von Endverbrauchern stärkt und den Fachhandel als verlässlichen Mobilitätspartner vor Ort positioniert.
Vom Verkaufsgespräch bis zur Führung
Im Bereich Verkauf und Marketing reicht das Angebot vom Zertifikatslehrgang für Fahrradfachberater über Kommunikation und Verkaufsgespräch bis zu Psychologie im Verkauf, technischem Produktwissen, After-Sales und Marketing. Die „Marketing-Werkstatt für den Fahrradhandel“ spannt dabei den Bogen von Positionierung und klassischen Marketingfragen bis zur Sichtbarkeit im KI-Zeitalter. Auch die Führungsarbeit bekommt im neuen Programm mehr Raum. Der „Führungs-Werkzeugkasten“ behandelt Führungsstil, Kommunikation, Feedback und Konfliktlösung. Weitere Angebote widmen sich Stress der Inhaber im Hochbetrieb und dem Führen aus der zweiten Reihe. Damit adressiert die Fahrrad Akademie nicht nur fachliche Qualifikation, sondern auch die Frage, wie Betriebe ihre Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen und Teams dauerhaft leistungsfähig halten können.
Michael Welle ergänzt: „Wir wollen Weiterbildung nicht als Pflichtprogramm verstanden wissen, sondern als konkretes Werkzeug für den Unternehmenserfolg. Deshalb arbeiten wir mit kurzen Online-Formaten ebenso wie mit intensiven Präsenztrainings, modularen Reihen und Angeboten, bei denen direkt am eigenen Betrieb gearbeitet wird. Und wir holen die Themen dorthin, wo sie im Alltag tatsächlich entstehen: In Verkauf, Werkstatt, Führung und Unternehmenssteuerung.“
Offen für den gesamten Fachhandel
Das Programm 2026/2027 umfasst Angebote für Inhaber und Geschäftsführende ebenso wie für Führungskräfte und Mitarbeitende aus Verkauf, Werkstatt und Service. Neben zahlreichen Online-Formaten finden ausgesuchte Präsenzveranstaltungen insbesondere in Marburg und Verl statt; einzelne Angebote werden gemeinsam mit Kooperationspartnern durchgeführt. Der Veranstaltungskalender reicht von September 2026 bis März 2027. Die Fahrrad Akademie setzt dabei weiterhin auf einen einfachen Zugang: Die meisten Angebote sind zu einem regulären und einem um 25 Prozent reduzierten Preis für VSF- und BIKE&CO-Mitglieder sowie für „Club Member“ buchbar. Zum „Club Member“ wird ein Betrieb automatisch ab der dritten Buchung innerhalb einer Schulungssaison.
Buchungsmöglichkeit
Das vollständige Fortbildungsprogramm 2026/2027 und die Buchungsmöglichkeiten stehen ab sofort unter www.diefahrradakademie.de/schulungen/ zur Verfügung.
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