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: (v.l.n.r.) Fahrrad-XXL.de Geschäftsführer Farshid Ameli, die Gewinner Jonas Bettenbühl & Claudia Gerken, Jurymitglied und Fahrrad-XXL.de Projektleiter Darius Greulich  Foto: Fahrrad XXL
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Hochschulwettbewerb:

Fahrrad XXL honoriert Nachhaltigkeitskonzepte

In diesem Frühjahr rief Fahrrad XXL den Wettbewerb „Urban Planning: E-Bikes und Nachhaltigkeit“ ins Leben. Studierende und frisch in den Beruf eingestiegene Stadt- und Verkehrsplaner waren dabei aufgefordert, ihre Konzeptideen einzureichen. Eine vierköpfige Fachjury hat jetzt entschieden und die drei besten Konzepte in der Filiale in Griesheim bei Darmstadt ausgezeichnet. Sie kommen aus

Köln/Aachen, Wien und Mainz.

Nicht erst seit dem E-Bike-Boom gilt das Fahrrad als ein großer Baustein im Konstrukt der nachhaltigen Verkehrsplanung. Um diesen Aspekt mehr in den Fokus zu setzen, rief die Fahrrad XXL Gruppe diesen Hochschulwettbewerb ins Leben.

Bestes Konzept kommt aus Köln

Die Studenten Claudia Gerken (Deutsche Sporthochschule Köln) und Jonas Bettenbühl (RWTH Aachen) lieferten nach Ansicht der Jury das beste Konzept ab. „Das Konzept überzeugt durch den integrativen Ansatz und macht deutlich, dass ein ‚Umdenken und Mut auf mehreren Ebenen‘ gefragt ist“, bewertet Dr. Lutz Gaspers, Jurymitglied und Professor für Verkehrswesen der Hochschule für Technik Stuttgart, das Siegerkonzept. Die beiden Studenten entwerfen am Beispiel der Stadt Aachen eine „Vision der Stadt der Zukunft“ mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen, um E-Bikes und Fahrräder als integralen Bestandteil einer nachhaltigen Infrastruktur zu etablieren. „Die beiden betrachten dabei viele wichtige Aspekte der Verkehrsplanung: von der Einführung von verkehrsberuhigten Zonen, über den Bau eines Schnellradwegenetzes, bis hin zum Aufbau von Außenhubs – das sind Verkehrsknotenpunkte für den ÖPNV und den Individualverkehr“, so Prof. Dr. Gaspers. Claudia Gerken und Jonas Bettenbühl dürfen sich nun über ein Preisgeld von 2.000 EUR freuen.

Auf dem zweiten Platz landete das Konzept eines Absolventen der TU Dresden, Lucas Reyer, der aktuell in Wien als Stadtplaner tätig ist. In seinem Konzept setzte er den Fokus nicht nur auf infrastrukturelle Änderungen im öffentlichen Verkehrsraum, sondern auch auf die damit verbundenen Anforderungen an den Wohnraum, Arbeitsplatz und unterschiedliche Dienstleister, die den Tagesablauf eines E-Bike-Fahrers begleiten. Ein ebenso gelungenes Konzept, welches mit einem Preisgeld von 1.000 EUR belohnt wird.

Mit ihrem Konzept einer ökologisch-ganzheitlichen E-Bike-Leihstation, dem so genannten „Bike Tree“, belegt die Innenarchitekturstudentin Theresa Otto aus Mainz den dritten Platz. Ihr Konzept zeigt, wie Lager- und Ladeplatz für Leih-E-Bikes autark versorgt werden können und mit integrierter Vegetation noch einen Mehrwert für die Umwelt bieten. Als Gewinn kann sich Theresa Otto über 500 EUR freuen.

"Tolle Konzepte"

Darius Greulich, Projektverantwortlicher beim Wettbewerbsveranstalter Fahrrad XXL, freut sich über den Verlauf und das Ergebnis. „Es wurden viele tolle Konzepte eingesendet und die Entscheidung, welches nun das beste war, viel uns nicht leicht“, so der Onlineexperte. Prof. Dr. Lutz Gaspers und Stadtplanungsarchitekt Max Kaminski aus Berlin prüfen nun, wie die eingereichten Konzepte weiterentwickelt und in ihre Arbeit integriert werden können.

8. Oktober 2018 von Jürgen Wetzstein
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