
velobiz.de Magazin 1-15 - Junge Kunden
Generation radlos?
Wer im Fahrradsattel sitzt, tut sich schwer, via Smartphone den Online-Kontakt zu seinem sozialen Netzwerk zu halten. In Bus und Bahn geht das hingegen ganz hervorragend.
Nun mag mancher den Kopf über die nachkommende Generation schütteln, die es offenbar nicht mehr aushält, längere Zeit offline zu sein. Das ändert aber nichts an der Situation und den daraus resultierenden Folgen: Junge Menschen in Deutschland fahren seltener Fahrrad. Das ist leider Fakt. Eine Entwicklung, die sich übrigens – wenn auch aus anderen Gründen – schon an den Grundschulen beobachten lässt (mehr dazu ab Seite 12).
Das jüngste Patentrezept der Branche, um stagnierenden Produktsegmenten neues Leben einzuhauchen, der Elektroantrieb, eignet sich dabei nur bedingt, um wieder mehr junge Menschen für das Fahrrad zu begeistern. Zwar finden Teenager es durchaus klasse, mal mit dem E-Bike der Eltern rumzuflitzen, doch ein eigenes E-Bikes, quasi als Mofa 2.0, scheitert regelmäßig noch am hohen Anschaffungspreis (mehr dazu ab Seite 8).
Neue Ideen und Strategien, damit der Fahrradmarkt bei den nachkommenden Generationen nicht den Anschluss verliert, sind also dringend gefragt.
Der Weg zu solchen Ideen und Strategien führt über die Auseinandersetzung mit den jungen Kunden. Unsere Kinder wachsen in einer Umwelt von noch nie dagewesener Komplexität auf. Das macht auch den Umgang mit ihnen als Zielgruppe nicht einfacher. Doch die Auseinandersetzung mit dieser Zielgruppe ist ohne Alternative. Denn ohne Kunden von morgen gibt es für die Branche kein morgen.
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