
Kampagne läuft
HDE unterstützt Kampf gegen Fake-Shops im Internet
Im Frühjahr 2026 identifizierte der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen den 100.000sten betrügerischen Online-Shop. Viele Fake-Shops sehen mittlerweile täuschend echt aus und sind auf den ersten Blick kaum von seriösen Angeboten zu unterscheiden. Daher warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor den gefälschten Angeboten und gibt Tipps, worauf Verbraucher beim Online-Kauf achten sollten.
Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention nutzen Kriminelle zunehmend Künstliche Intelligenz, um in kurzer Zeit professionell wirkende Shops mit optisch überzeugenden Layouts, fehlerfreien Rechtstexten, AGB und gefälschten Impressumsangaben zu erstellen. Klassische Warnsignale wie sprachliche Fehler oder ein schlechtes Design reichen daher nicht mehr aus.
„Fake-Shops schädigen nicht nur die unmittelbar betroffenen Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern untergraben auch das Vertrauen in den gesamten Online-Handel und damit in die vielen rechtstreuen Händlerinnen und Händler“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.
Genau Prüfen
Käufer sollten daher vor einer Bestellung immer genau prüfen, ob ein vollständiges und überprüfbares Impressum sowie erreichbare Kontaktmöglichkeiten vorhanden sind und ob der Shop transparente Angaben zu Gesamtpreis, Versand, Widerruf und Datenschutz macht. Vorsicht ist insbesondere bei auffällig günstigen Lockangeboten geboten. Auch bei den Zahlungsmethoden sollten Verbraucher auf sichere Optionen achten und nicht ausschließlich per Vorkasse zahlen. „Bei angegebenen Gütesiegeln lohnt es sich, diese anzuklicken und das dahinterliegende Zertifikat zu überprüfen. Zudem sollten Bewertungen außerhalb des jeweiligen Shops recherchiert werden. Bei unbekannten Anbietern kann schließlich der Fake-Shop-Finder dabei helfen, die Seriosität eines Online-Shops vor dem Kauf zu überprüfen“, so Tromp.
Aktuelle Kampagne
Um für die verschiedenen Formen des Online-Betrugs zu sensibilisieren, beteiligt sich der HDE an der aktuellen Kampagne [„Machen wir Phishen impossible“](https:// www.phishen-impossible.de ) unter der Schirmherrschaft der Deutschen Bundesbank und des Bundesfinanzministeriums. Die Kampagne ist am 10. Oktober gestartet und sensibilisiert rund einen Monat lang zu Phishing und anderen Formen des Zahlungsbetrugs.
Verknüpfte Firmen abonnieren
für unsere Abonnenten sichtbar.