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Jobrad Loop schließt den Standort in Dachau und zieht die Produktion in Kabelsketal zusammen.
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Fokus auf neues Werk

Jobrad-Loop schließt Standort in Dachau

Das bisherige Stammwerk von Jobrad Loop in Dachau wird Ende August geschlossen. Der Fokus gilt nun dem neuen Werk in Sachsen-Anhalt. Die Belegschaft in Dachau ist nicht glücklich über den Ablauf.

„Nach sorgfältigem Abwägen haben wir uns im Management von JobRad Loop dazu entschieden, die kompletten Produktionskapazitäten ab September 2026 am Standort Kabelsketal zusammenzuführen. Alle Produktionsarbeitsplätze werden zu diesem Zeitpunkt dorthin verlagert und die Produktion in Dachau wird zu Ende August 2026 geschlossen.“ So erklärt Jobrad-Loop-Geschäftsführerin Dr. Nela Murnauer die Pläne, die zur Standortschließung führten. Die Mitarbeitenden in Dachau wurden bereits Ende März über diesen Schritt informiert.

Sie erhielten zu diesem Zeitpunkt ihre Kündigung zum 31.08.2026 und gleichzeitig das Angebot, nahtlos zum neuen Standort zu wechseln und von dort weiterzuarbeiten. Doch was sind die Gründe für diese Komplettschließung?

„Hintergrund ist, dass der Produktionsstandort Kabelsketal durch die gute Anbindung, den Flächenmix (Büro, Werkstatt, Lager), die moderne Ausstattung und die baulichen Gegebenheiten zu den bestehenden und zukünftigen hohen Fertigungsanforderungen und Wachstumszielen von JobRad Loop ideal passt. Der gleichzeitige Betrieb beider Produktionsstandorte von JobRad Loop ist mit Blick auf die Zukunft wirtschaftlich nicht sinnvoll und tragfähig“, macht Murnauer klar.

Eigentlich heißt es aus dem Markt, dass Jobrad-Rückläufer auch über andere Refurbisher verfügbar sind. Doch der neue Standort, der zwischen Halle und Leipzig liegt, wird offenbar genügend Kapazitäten entwickeln beziehungsweise bietet sie bereits. „Wir sind mit dem Standort Kabelsketal weiterhin im Stande, alle Rückläufer aufzubereiten und abzusetzen. Der Standort Kabelsketal wird auch in den nächsten Jahren noch weiter wachsen, um den Wachstumspfad von JobRad Loop fortzusetzen“, macht Murnauer deutlich.

Mitarbeiter in Dachau beklagen abruptes Ende

Die Mitarbeiter vor Ort in Dachau haben den Braten schon etwas länger gerochen: Seit längerer Zeit sei nicht mehr in den Standort investiert worden und auch die Mitarbeiterzahl sank zuletzt von etwa 70 auf 50 Kolleginnen und Kollegen. Stattdessen half man dabei, die neue Fabrik in Sachsen-Anhalt zum Laufen zu bringen. Doch dass es so schnell gehen würde, haben sie dann doch nicht kommen sehen.

Zufrieden ist man unter den Mitarbeiterschaft nicht mit dem Ablauf der Standortschließung, im Gegenteil. Zwar wurde ihnen angeboten, zum 2025 eröffneten Standort in Kabelsketal, in der Nähe von Halle/Leipzig zu wechseln, allerdings nur zu den ortsüblichen Konditionen, also deutlich geringen Bezügen. Die Bereitschaft, dieses Angebot anzunehmen, ist entsprechend gering.

Reibung ist wohl auch dadurch entstanden, dass der Prozess laut Beschäftigten recht ruckhaft umgesetzt wurde. Mitarbeiter klagen, dass einzelne Kollegen zuerst von ihren Vorgesetzten eine Beförderung in Aussicht gestellt bekommen hätten, um dann stattdessen wenige Tage später ihre Kündigung zu erhalten. Man darf mutmaßen, dass nicht alle Führungsebenen darüber im Bilde waren, wie weit die Planungen fortgeschritten waren.

Es bleibt der kleine Trost für die Beschäftigten, dass ihre Fähigkeiten im Markt benötigt werden. Insbesondere die Fahrradwerkstätten im Großraum München können nun ihre Fühler nach etwa 50 qualifizierten, vielseitig geschulten Werkstattmitarbeitenden ausstrecken. Die Kündigungen wurden zum 31.08.2026 ausgesprochen. Dann wird der Standort Dachau bei Jobrad Loop Geschichte sein. Alle Aufmerksamkeit gilt dann Kabelsketal.

18. Mai 2026 von Daniel Hrkac
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