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Foto: Kidical Mass - Jennifer Fey
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Forderungskatalog im Gepäck

Kidical Mass Aktionsbündnis ruft zu Demos und Aktionen auf

Mit bundesweiten Fahrraddemos demonstrieren Kinder vom 1. bis 10. Mai dafür, dass sie sicher zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren können. Welche Forderungen das Aktionsbündnis Kidical Mass konkret aufstellt.

Ohne sichere Straßen keine selbstständigen Kinder. Die Kidical Mass zeigt, wie wichtig sichere Wege für den Alltag von Kindern sind: Nur wenn sie sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher bewegen können, gewinnen sie Selbstständigkeit und wichtige Lebenserfahrungen.
Deshalb fordert ein breites Bündnis kinderfreundliche Straßen statt Verkehr, an den sich Kinder anpassen müssen – weg vom verkehrsgerechten Kind hin zum kindgerechten Verkehr.

Seit der StVO-Novelle im Herbst 2024 ist es um einiges leichter geworden, Tempo 30 anzuordnen, Zebrastreifen einzurichten und Radwege aus Gründen der Verkehrssicherheit und Gesundheit anzulegen. Trotzdem sind die Fortschritte minimal. Immer noch bringen tausende Eltern jeden Morgen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und Kita – nicht weil sie es wollen, sondern weil die Straßen nicht sicher genug sind. Das Ergebnis: Mehr Autoverkehr, wodurch die Straßen noch unsicherer werden! Bei einer Kidical Mass-Demonstration können die Kinder – oft zum ersten Mal in ihrem Leben – unbeschwerte Mobilität erleben.

Das Bündnis fordert:

  1. Die Bundesregierung soll Schulstraßen in die StVO nach österreichischem Vorbild
    aufnehmen.
  2. Bundesländer sollten den Beispielen von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, NRW
    und BaWü folgen und Kommunen über einen Erlass zur Einrichtung von Schulstraßen
    ermutigen.
  3. Kommunen sollten ihren neu gewonnenen Spielraum mutig nutzen und Maßnahmen
    wie den Ausbau sicherer und dichter Fuß- und Radwegenetze, Tempo 30-Bereichen
    und Schulstraßen umsetzen.

Simone Kraus, Co-Initiatorin der Kidical Mass: „Kinder haben ein Recht darauf, sich sicher, selbstständig und geschützt zu bewegen. Erst wenn wir Kinder und vulnerable Menschen bei der Verkehrspolitik in den Fokus setzen, schaffen wir eine zukunftsgerechte Gestaltung des öffentlichen Raumes für alle. Städte wie Paris, Gent und Utrecht machen es jetzt vor und krempeln dafür das Verkehrssystem schnell und effizient um. Genauso wollen wir das auch!“

16. April 2026 von Pressemitteilung
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