
Plattform-Upgrade
Mäx & Mäleon bringt modulare Motoraufnahme und Bosch-Antrieb
Seit fünf Jahren sind die Lastenräder von Mäx & Mäleon auf dem Markt. Basierend auf dem Kunden-Feedback und den gesammelten Erfahrungswerten hat das Stuttgarter Unternehmen nun ein Plattform-Upgrade für seine beiden Modelle vorgestellt. Ziel der Überarbeitung war es, die Fahrdynamik und Stabilität weiter zu verbessern. Dafür wurden Rahmen, Fahrgestell und Neigetechnik baulich angepasst.
Anpassungen an Mechanik und Fahrwerk
Die Überarbeitung der Mechanik führt laut Hersteller zu einem größeren Lenkeinschlag, einem engeren Wendekreis und einem direkteren Handling. Das gefederte Fahrwerk wurde ebenfalls modifiziert, um Bodenunebenheiten auszugleichen und die Straßenlage zu optimieren.
Weitere Änderungen betreffen die Ergonomie: Durch Anpassungen an der Rahmengeometrie soll sich die Sitzposition nun besser auf unterschiedliche Körpergrößen einstellen lassen. Zudem wurde die Neigearretierung ("Tilt Lock") weiterentwickelt. Das Lastenrad lässt sich damit in jeder Neigungsposition fixieren, was das Be- und Entladen oder das Halten an Ampeln erleichtern soll.
Gründerkollege und Chef-Entwickler Andreas-Marian Stein erklärt den Ansatz hinter den mechanischen Neuerungen: "Wir hatten bereits das beste Fahrwerk, wollten aber das Handling noch intuitiver und eleganter machen. Das hat unseren Tüftlergeist herausgefordert."
Integration des Bosch-Antriebs
Neben der Mechanik wurde das System um eine digitale Komponente erweitert. Als erstes Aggregat der neuen Plattform wird der Bosch Cargo Line Motor mit Smart System angeboten. Damit lassen sich Motor, Navigation und die elektronische Schaltung (Rohloff E-Shift) über das Smartphone oder ein Display steuern. Optional ist nun auch ein Riemenantrieb als Alternative zur Kette verfügbar.
Geschäftsführerin Franziska Bosselmann ordnet die Neuerung so ein: "Der geschmeidige Bosch-Antrieb ist eine super Ergänzung zum Sachs RS-Turbo und ein weiteres Premium-Upgrade für unser Lastenrad-Erlebnis".
Modulare Multi-Motor-Aufnahme
Die zentrale technische Neuerung des Upgrades ist die sogenannte Multi-Motor-Aufnahme. Eine Adapterplatte ermöglicht es dem Hersteller, zukünftig verschiedene Motorsysteme in denselben Rahmen zu integrieren. Dieser modulare Aufbau soll sicherstellen, dass die Konstruktion auch für kommende Antriebsgenerationen kompatibel bleibt, was auf eine längere Nutzungsdauer und den Werterhalt der Fahrzeuge abzielt.
Geschäftsführer Emanuel Bosselmann begründet diesen Schritt: "Wir beweisen maximale Flexibilität und erhöhen unsere Resilienz gegenüber Entwicklungen am Markt. Die Adapterplatte ist ein technisch anspruchsvolles und ehrliches Bekenntnis zu nachhaltiger Mobilität«. Er ergänzt: "Innovation ist auch eine Frage konsequenter Ressourcenschonung."
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