
Entwicklung aus Belgien
Neues Airbag-System will Radrennfahrer schützen
Die Schutzausrüstung von Aerobag ( www.aerobag.eu ) wurde in Belgien entwickelt und ist bereits so weit ausgereift, dass mit Beginn der Saison 2026 das niederländische Team Picnic PostNL im zumindest im Training damit unterwegs sein wird, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Funktionsweise des Airbags ist von anderen Systemen bekannt: Sensoren erfassen laut Anbieter 200-mal pro Sekunde alle Körperbewegungen. Werden bevorstehende Stürze anhand typischer Bewegungen erkannt, löst der Airbag aus. Dann schießt unter Druck stehendes CO2 aus einer Kartusche durch Schläuche aus thermoplastischem Polyurethan in die Kissen und bläst diese innerhalb kürzester Zeit auf.
Die Besonderheit jedoch: Kartusche und Mikroprozessor, der die Daten der Sensoren auswertet, befinden sich in einem aerodynamisch geformten Rucksack, der zusätzlich zur normalen Kleidung angelegt wird bzw. in den Trägern einer typischen Radlerhose verschwindet. Bei anderen Systemen ist die Airbag-Technik in einem speziellen Kleidungsstück integriert. Auch geht es diesmal nicht um den Helm. Geschützt werden Nacken, Wirbelsäule und Brust, die als besonders verletzliche Zonen identifiziert wurden, wenn es um schwere Verletzungen im Radsport geht. Die Bewegungsfreiheit, die gerade von Radrennfahrern erwartet wird, sei nicht eingeschränkt. Auch optisch sei das System abseits einer kleinen Wölbung durch die Kartusche auf dem Rücken, nicht sichtbar.
Nach einem Sturz können die Kissen wieder zusammengepresst werden, sodass das CO2 entweicht. Der Fahrer kann den Rucksack, laut Aerobag, wieder anlegen und weiterfahren. Allerdings muss die Kartusche ausgetauscht werden.
Dass sich das Airbag-System eher an eine ambitionierte Zielgruppe richtet, zeigt sich auch im Preis. Den beziffert Quinton Van Loggerenberg, Mitbegründer von Aerobag, auf 700 bis 850 Euro.
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