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Foto: CSPC - Vor solchen Akkus wird in den USA gewarnt.
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Übervorsichtig oder verantwortungslos?

Produktwarnung vor bestimmten E-Bike-Akkus in den USA wirft Fragen auf

Übertriebene Sicherheitsmaßnahme oder unverantwortliches Handeln? Diese Frage stellt sich bei einer jüngst veröffentlichten Produktwarnung der US-amerikanischen Sicherheits-Behörde CSPC. Der betroffene E-Bike-Hersteller hatte im Vorfeld seine Zustimmung für einen akzeptablen Rückruf der Akkus verweigert. Welche Gründe jeweils angeführt werden.

Die kürzlich veröffentlichte Produktwarnung betrifft bestimmte Akkus des E-Bike-Anbieters Rad Power, der sich vor rund zwei Jahren vom europäischen Markt zurückgezogen hat, velobiz.de berichtete .

Begründet wird diese Produktwarnung mit Berichten über 31 Schadensfälle, nachdem Akkus von Rad Power Bikes Feuer gefangen hätten. CPSC ordnet in der Mitteilung zur Produktwarnung an, dass Li-Ionen-Akkus mit dem Modellnummer RP-1304 und HL-RP-S1303, verbaut in diversen Modellen von Rad Power E-Bikes deswegen nicht mehr verwendet werden dürfen, ausgebaut und als Sondermüll entsorgt werden sollen. Ein Hinweis in der Mitteilung lässt aufhorchen: Rad Power Bikes habe sich geweigert, einer akzeptablen Rückrufaktion zuzustimmen, heißt es dort. Und weiter: Angesichts seiner finanziellen Lage habe Rad Power Bikes gegenüber der CPSC erklärt, dass es nicht in der Lage ist, allen Verbrauchern Ersatzakkus oder Rückerstattungen anzubieten.

Stellungnahme veröffentlicht

Auf Antrag von Rad Power Bikes hat CPSC der Produktwarnung eine Stellungnahme beigefügt. Darin gibt Rad Power Bikes bekannt, dass Safe Shield-Batterien und halbintegrierte Batterien von Rad Power nicht unter die Erklärung der Behörde fallen. Die Begründung: „Rad Power hat die Batterien im Rahmen dieser Untersuchung von unabhängigen Labors erneut testen lassen; die Batterien haben diese Tests erneut bestanden. Dennoch hat Rad Power in dem Bestreben, mit der CPSC zusammenzuarbeiten, der Behörde mehrere Lösungen vorgeschlagen. Rad teilte der Behörde mit, dass die Forderung, alle Batterien unabhängig von ihrem Zustand zu ersetzen, Rad sofort aus dem Geschäft bringen würde, was für unsere Fahrer keinen Vorteil hätte. Rad ist enttäuscht, dass keine Lösung gefunden werden konnte, die unseren Fahrern und der Branche insgesamt am besten dient. Rad erinnert seine Kunden daran, die Batterien vor dem Gebrauch oder dem Aufladen zu überprüfen und Batterien, die Anzeichen von Beschädigungen, Wassereintritt oder Korrosion aufweisen, sofort nicht mehr zu verwenden und sich an Rad zu wenden.“

28. November 2025 von Jürgen Wetzstein
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