
Destatis-Verkehrsunfallstatistik 2025
Schulweg bleibt besonders gefährlich für Kinder
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldet für das Jahr 2025 einen erneuten Anstieg der Verkehrsunfälle mit Kindern. Insgesamt verunglückten 29.270 Personen unter 15 Jahren, was einem Zuwachs von sieben Prozent gegenüber den 27.260 Fällen des Vorjahres entspricht. Zugleich stieg die Zahl der getöteten Kinder von 53 auf 74. Diese Entwicklung setzt den steigenden Trend der letzten Jahre nach den deutlichen Rückgängen während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 fort.
Bei der Wahl des Verkehrsmittels führt das Fahrrad die Unfallstatistik an, da 34 Prozent der insgesamt verunglückten Kinder damit unterwegs waren. Das Auto folgt mit 31 Prozent, während 20 Prozent zu Fuß und acht Prozent mit dem E-Scooter verunglückten. Eine altersspezifische Betrachtung zeigt jedoch klare Unterschiede. So verunglücken unter 6-Jährige zu 55 Prozent als Mitfahrende im Auto. Bei Schulkindern zwischen 6 und 14 Jahren liegt der Anteil der verunglückten Radfahrer mit zunehmender Selbstständigkeit hingegen bei 39 Prozent. In dieser Gruppe verunglückten zudem 26 Prozent im Auto und 19 Prozent zu Fuß. Über alle Altersgruppen hinweg gab es den stärksten absoluten Zuwachs an Todesfällen bei Pkw-Mitfahrern, hier stieg der Wert von 21 auf 31. Die Zahl der tödlich verunglückten jungen Radfahrenden wuchs von 8 auf 13 an, bei den Nutzern von E-Scootern erhöhte sie sich von null auf vier.
Die gestiegene Zahl der Todesfälle erstreckt sich über alle Altersklassen. Bei den unter 6-Jährigen nahmen die tödlichen Unfälle von 18 auf 30 zu. Bei den 6- bis 9-Jährigen stieg die Zahl von 15 auf 17 und bei den 10- bis 14-Jährigen von 20 auf 27.
Die Unfalldaten zeigen zudem klare tageszeitliche Schwerpunkte. Schulkinder zwischen 6 und 14 Jahren verunglücken werktags besonders häufig auf dem morgendlichen und nachmittäglichen Schulweg. In der Zeit zwischen 7 und 8 Uhr wurden 12 Prozent der 24.010 in dieser Altersgruppe erfassten Verunglückten verletzt oder getötet. Jeweils neun Prozent der Unfälle ereignen sich in den Nachmittagsstunden von 13 bis 14 Uhr, 15 bis 16 Uhr und 16 bis 17 Uhr, zusammen also knapp 40 Prozent aller Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt sind. Viel anschaulicher kann man ein Infrastrukturproblem kaum dargestellt bekommen. Für detaillierte Vergleiche mit den Vorjahren verweist Destatis auf den digitalen Unfallkalender im Internet .
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