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Für Kunden in der DACH-Region gibt es neue Lieferoptionen, bei denen der Fachhandel zunächst außen vor ist.
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Neue Lieferoptionen eingeführt

Specialized startet Direkt-Auslieferung an Endkunden bei Kompletträdern

Endkunden in der DACH-Region können sich künftig auch direkt über den Online-Shop Specialized-Bikes beliefern lassen. Der vor zwei Jahren eingeführte „Integrated Markplace“ wird um zwei Optionen erweitert.

Die ersten Weichen in Richtung direkten Vertrieb an Endverbraucher stellte Specialized in der DACH-Region bekanntlich vor rund zwei Jahren, als der so genannte „Integrated Marketplace“ eingeführt wurde velobiz.de berichtete . So können seither und auch weiterhin Räder direkt auf der Website von Specialized bestellt und dann bei einem dabei vom Kunden ausgewählten Specialized-Händler abgeholt werden. Der eingebundene Händler erhält bei diesem Geschäft eine entsprechende Marge. Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen seine Fachhandelspartner über eine Erweiterung dieses Omnichannel-Konzepts informiert, das jetzt für Endverbraucher über den Webauftritt www.specialized.com auch nutzbar ist.

Lieferoptionen ohne Fachhandel

Zwei neue Lieferoptionen für Fahrräder werden angekündigt: „Ship To Home“ heißt nichts anderes, als dass Kunden über die Website ihre Bikes bestellen und diese vormontiert direkt per Post nach Hause geliefert bekommen und dieses dann selbstständig fahrfertig machen. Ausgenommen aus dieser Option sind aktuell die Turbo-E-Bikes. Einen Schritt weiter geht die Option „Specialized Delivery“, wo die Endkunden direkt von Specialized beliefert und ihnen zudem noch ein eigener Bike-Mechaniker zur Seite gestellt wird, der die Übergabe und verschiedene Einstellungen durchführt. Diese Option befindet sich laut Händlerschreiben von Specialized im Teststadium, das heißt, es ist in einigen ausgewählten Testregionen erhältlich und soll sukzessive ausgeweitet werden. Bei beiden Lieferoptionen und beim Geldfluss ist also der Fachhandel zunächst nicht eingebunden.
„Specialized befindet sich in einer Transformation, hin zu einer modernen Omnichannel-Marke“, heißt es dazu im Händlerschreiben, das velobiz.de vorliegt. Gleichzeitig stellt das Unternehmen klar: „Der stationäre Fachhandel ist und bleibt ein elementarer Baustein unseres Geschäftsmodells.“

Die neuen Vertriebsoption wurde in den USA etwas früher schon vor wenigen Wochen eingeführt. Der stationäre Fachhandel dort sieht diese Entwicklung kritisch, wie Händlerkommentare beispielsweise bei „Bicycle Retailer“ zeigen. Auch gegenüber velobiz.de äußern sich Specizalized-Händler hierzulande besorgt über die jetzt vorangetriebene Entwicklung. „Es entsteht ein neues Modell, was quasi zu einem Kampf zwischen Hersteller und Fachhandel führt“, befürchtet ein Händler im Gespräch mit der velobiz.de-Redaktion. Und weiter: „Wer entscheidet über die Verteilung der Räder, wer wird zuerst beliefert? Was passiert, wenn jemand mit dem Preis runter geht?“. Wie die Antworten auf solche Fragen aussehen, wird sich in den nächsten Monaten zeigen müssen.

7. Februar 2022 von Jürgen Wetzstein

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