
Schaltung und Bremse
Sram zeigt elektronische Neuheiten für Downhill und mehr
Die Disziplin Crosscountry mag olympisch sein, und Marathon-Rennen mögen die größten Starterfelder anziehen. Aber wenn es um technischen Fortschritt geht, spielt sich vieles im Gravity-Segment und insbesondere bei Downhill-Rennen ab. Just für dieses Segment hat Sram in diesem Frühjahr eine Menge neuer Komponenten am Start.
Drei Versionen, vier Kolben
Das beginnt bei der in den drei Versionen Bronze, Silver und Ultimate angebotenen Vierkolben-Bremse „Maven“: Nur zwei Jahre nach deren Lancierung als erster Scheibenbremse dieses Herstellers mit Mineralöl statt DOT-Bremsflüssigkeit bringt Sram eine in Details überarbeitete Version auf den Markt.
Vor dem Auge ist die neue „Maven V2“ einfach an der Bremszange zu erkennen: Wo bei der ersten Version noch zwei verschieden große Kolbenpaare verbaut wurden, sind nun alle vier Kolben gleich groß. Die noch wichtigere Neuerung versteckt sich im Bremshebel - oder genauer zwischen dem Hebel und dem Geberzylinder. Letzterer wird neu über ein Swing Link angesteuert, das in den Varianten „progressiv“ (gold) und „sehr progressiv“ (rot) angeboten wird - und sich auch an „Maven“-Bremsen der ersten Generation nachrüsten lässt. Als Resultat soll die brachiale Verzögerung der «Maven V2» noch müheloser abrufbar und besser dosierbar sein.
Elektronische Schaltung
Eine echte Neuerung ist dagegen die „XX DH“ als erste elektronische Schaltung von Sram, die speziell für Downhill-Rennen entwickelt wurde. Um intuitive Gangwechsel bei möglichst ununterbrochener Kraftübertragung sicher zu stellen, bietet die „XD Slim“-Kassette der „XX DH“ nur sieben Gänge, die eng abgestuft sind und 11 bis 24 Zähne aufweisen. Geschaltet wird mit den kabellosen, vielfach einstellbaren Pod-Shiftern.
Die passende „XD Slim“-Nabe verfügt über eine Einbaubreite von 148 mm und ihre Flansche sind so gestaltet, dass die Speichen auf beiden Seiten vom Hinterrad im gleichen Winkel stehen. Das sorgt für eine gleichmäßigere Speichenspannung und damit auch für robustere Laufräder. Optional bietet Sram auch Naben im Super Boost-Maß mit 157 mm Einbaubreite.
Statt mit einem robusten Direct Mount-Kettenblatt lässt sich die Sram „XX DH“-Kurbel auch mit einem OChain-Spider kombinieren, um Antrieb und Federung zu entkoppeln.
Weil es nur 7 Gänge schalten muss, kommt das „XX DH“-Schaltwerk mit einem sehr kurzen Käfig aus. Dank dem Fullmount-Interface am UDH-Ausfallende steht das Schaltwerk zudem weniger weit vom Ausfallende ab. Sollte es dennoch einmal Schaden nehmen, sind verschiedene Bauteile einfach ersetzbar.
Ein „Type 4 Transmission“-Reibungsdämpfer sorgt dafür, dass die Kette in der Spur bleibt. Die passenden Kurbeln aus Aluminium bietet Sram in Längen von 150 mm bis 165 mm an, und um Antrieb und Federung zu entkoppeln, lässt sich optional ein Spider von O-Chain verbauen.
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