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Foto: GMN -  v.l.: Florian Iberl, Tobias Keller, beide Geschäftsführer Fuchs Bau Süd, Dr. Edgar Verlemann, Projektleiter GMN, Michael Lösch, geschäftsführender Gesellschafter GMN, Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschaftsreferentin der Stadt Nürnberg, Dr. Jens Falker, Geschäftsführer GMN, Franz Holzer, Architekt (Foto: Lutz Wolf/GMN).
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Hochpräzisions-Kugellager

Teilespezialist GMN investiert in den Produktionsstandort Nürnberg

Es ist ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland: Der auch in der Fahrradbranche agierende Hersteller für Hochpräzisions-Kugellager GMN investiert 28 Milionen EUR am Standort Nürnberg. Der Spatenstich für einen Neubau ist soeben erfolgt.

Vor wenigen Tagen wurde der Bau einer neuen Produktionshalle für die Fertigung von Hochpräzisions-Kugellagern eingeläutet. Das Investitionsvolumen von rund 28 Millionen Euro markiert die größte Einzelinvestition des Unternehmens in den vergangenen 30 Jahren. Das bisherige Produktionsgebäude stammt aus dem Jahr 1932. Nach fast einem Jahrhundert schaffen die Eigentümer mit dem Neubau die Grundlage für die zukünftige Kugellagerfertigung am Stammsitz an der Äußeren Bayreuther Straße.

Modernste Fertigung

Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 8.650 Quadratmetern entsteht ein Spezialgebäude, das exakt auf die Herstellung hochgenauer GMN-Hochpräzisionskugellager zugeschnitten ist. Bei voller Auslastung werden hier rund 85 Mitarbeitende tätig sein. Eine technische Besonderheit ist die schwingungsentkoppelte Bauweise: Die Bodenplatte des Feinmessraums ist vom übrigen Gebäude getrennt, um Erschütterungen aus der nahegelegenen Bahnlinie und anderen Produktionsbereichen fernzuhalten. Nur so lassen sich Fertigungstoleranzen im Submikrometer- oder gar Nanometerbereich beherrschen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden in engsten Grenzen geregelt. Die neue Produktion setzt konsequent auf Automation und effiziente interne Logistik, etwa durch autonome Transportsysteme. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant, der Umzug für das erste Quartal 2028.

„Historischer Tag“

„Der Spatenstich ist ein historischer Tag für den ‚Kugelmüller‘“, betonte Michael Lösch, geschäftsführender Gesellschafter von GMN, in Anspielung auf die historische Bezeichnung und das Ursprungsprodukt des Unternehmens. „Er ist der Höhepunkt von drei Jahren Planung unter Leitung von Dr. Edgar Verlemann. Wir sind mutig und glauben an die Zukunft – und das auch in Zeiten, die nicht supersexy sind. 28 Millionen Euro sind ein starkes Signal an den Industriestandort Nürnberg, an unsere Mitbewerber und an das gesamte GMN-Team, das diesen Schritt möglich gemacht hat.“

20. Mai 2026 von Jürgen Wetzstein

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