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Die Preise entwickelten sich in einzelnen Produktgruppen recht unterschiedlich.
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Aktuelle Studie zur Mehrwertsteuersenkung:

Wie viel kommt bei den Konsumenten tatsächlich an?

Seit 1. Juli gilt in Deutschland ein verringerter Mehrwertsteuersatz von 16 %. Doch wie viel kommt bei den Konsumenten tatsächlich an. Eine Studie hat dies für verschiedene Produktgruppen untersucht.

Die Preise entwickelten sich in einzelnen Produktgruppen recht unterschiedlich.

Die aktuelle Analyse des Preisvergleichsportals zeigt auf, dass die Senkung der Mehrwertsteuer in einzelnen Produktgruppen recht unterschiedlich an die Konsumenten weitergegeben worden sind. Zwar sind die Preise seit 1. Juli durchschnittlich um 1,5 Prozent gesunken, jedoch zeigen sich in der geizhals.de-Preisanalyse deutliche Unterschiede in gewissen Handelssparten.
Die Preise für PC-Hardware, Laptops und Smartphones sind durchschnittlich um 2,5 bis 3 Prozent gefallen. Diese Tendenz ist zwar für Schnäppchenjäger erfreulich, kommt allerdings wenig überraschend, da diese Produkte über das gesamte Jahr stetig im Preis fallen, am deutlichsten in den Monaten Juli und August. Bei Spielzeug beträgt der Preisverfall rund 3,2%, auch hier trägt die saisonbedingte, schwächere Nachfrage im Sommer dazu bei. Damit sind diese Preissenkungen wohl nur teilweise auf die Mehrwertsteuersenkung zurückzuführen.

Preisverfall bei Sport- und Freizeitprodukten

Überraschender ist der durchschnittliche Preisverfall bei Sport- und Freizeitprodukten von 2,1%. Hier scheint die Mehrwertsteuersenkung am stärksten zu greifen, da im aktuellen Zeitraum die Preise eher konstant bleiben bzw. leicht ansteigen würden.
Haushaltsprodukte, angefangen bei Weißware, Klimageräte und Staubsauger, sind nur um durchschnittlich 0,9% günstiger geworden. Auch bei Drogerie- und Beautyprodukten ist ein ähnlich geringer Wert feststellbar. Der Handel gibt somit nur rund ein Drittel der Steuersenkung an die Konsumenten weiter.
Corona-bedingt machen viele Deutsche auch vermehrt Urlaub im eigenen Garten bzw. in den angrenzenden Nachbarländern. Das führt zu einem geringen Preisverfall bei Gartenprodukten (-1%) und sorgt dafür, dass Kfz-Produkte sogar um 1,1% im Durchschnittspreis gestiegen sind.

8. Juli 2020 von Jürgen Wetzstein
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