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Messen - Eurobike

Zum Abschied wird noch mal auf die Pauke gehauen

Es wird die vorläufig letzte Eurobike auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen sein. Im nächsten Jahr grüßt dann die Main-Metropole Frankfurt als neue Heimat der Branchen-Leitmesse. Doch zuvor legen
sich die Friedrichshafener Messemacher zu Hause noch mal richtig ins Zeug.

Wenn am 4. September nach vier Tagen Eurobike auf dem Friedrichshafener Messegelände die Hallenbeleuchtung ausgeht, endet damit – je nach Sichtweise – eine Ära im Fahrradmarkt oder fällt vielmehr der Startschuss für eine neue Zukunft der Leitmesse der Fahrradbranche. Zuvor zieht aber der Eurobike-Veranstalter Messe Friedrichshafen noch mal alle Register, um bei der vorläufig letzten Auflage der Fachmesse am Bodensee den Messebesuchern ein volles Programm zu bieten. Auch wenn deren Zahl gegenüber früheren Eurobike-Jahren wohl geringer ausfallen wird. Viele internationale Besucher, vor allem jene aus Übersee, werden in diesem Jahr die Reise nach Friedrichshafen coronabedingt nicht auf sich nehmen können oder wollen. Einige Fachbesucher aus Deutschland und den angrenzenden Ländern wiederum haben ihre Entscheidungen für die kommende Saison bereits getroffen oder noch offene Punkte bereits bei der ZEG-Ordermesse oder EuroBico in Frankfurt geklärt. Nichtsdestotrotz zählt das Ausstellerverzeichnis in diesem Jahr etwas über 300 Einträge. Ein Trend der vergangenen Jahre setzt sich dabei auch in diesem Jahr fort: Der weitaus größte Teil der Eurobike-Aussteller hat Komponenten und Zubehör im Messegepäck, wie zum Beispiel E-Bike-Ausrüster Bosch, der zur Eurobike die Messepremiere seiner neuen Antriebsgeneration feiern will. Von den Fahrradherstellern sind unter anderem die ZEG mit ihren Marken (u.a. Bulls, Flyer, Kettler und i:SY), KTM, Merida & Centurion und AT Zweirad vertreten.

Geistige Nahrung

Wer will, kann seinen Eurobike-Besuch wohl theoretisch auch ohne Standbesuche zeitlich voll ausfüllen. Dafür sorgt auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm, das bereits am Messevortag, also am Dienstag, den 31. August, mit dem Konferenzformat Bike Biz Revolution seinen Auftakt hat. Von 13 bis 17.30 Uhr geht es diesmal im Konferenzzentrum Ost der Messe Friedrichshafen schwerpunktmäßig in sechs halbstündigen Beiträgen um die Themen
Supply Chain und Mobilität. Der grüne Bundespolitiker Cem Özdemir soll beispielsweise die »politischen Aspekte und Visionen der Mobilität« skizzieren. Nicolas Grimm von Porsche Consulting wiederum wagt einen »Out-Side-in-Blick« auf die Rolle des Fahrrads beim »Megatrend Mobility«. Eher ein Insider-Blick auf das Thema Supply Chain dürfte von Herman Van Beveren, dem Frontmann der Urban-Bike-Sparte bei Sporthändler Decathlon, zu erwarten sein. Sein Thema wird »Reshoring«, also die Rückverlagerung der Produktion an marktnahe Standorte, sein.
Die Teilnahme an der Bike Biz Revolution ist nicht im Eintritt zur Eurobike enthalten. Die Tickets für die Fachkonferenz können online über eurobike.com erworben werden und kosten 100 EUR pro Person.
Für Messebesucher kostenlos ist hingegen wieder das Programm der Eurobike Academy, die schwerpunktmäßig an den ersten beiden Fachbesuchertagen in den beiden Konferenzzentren Ost und West sowie auf der Eurobike-Bühne angeboten wird. Thematisch stehen hier ganz unmittelbare Herausforderungen und Aufgaben für Unternehmen im Fahrradmarkt im Mittelpunkt, wie etwa neue Trends im Social-Media-Marketing, die Lagerung von E-Bike-Batterien in Betrieben oder Antworten auf den Fachkräftemangel der Branche.
Gezielt an junge Unternehmen richtet sich hingegen der Start-up & Innovation Day am ersten Messetag (Mittwoch, 1. September), der mit seinem Vortragsprogramm einiges Rüstzeug für den Start im Fahrradmarkt bieten will. Messebesucher wiederum, die sich gezielt für junge Unternehmen im Markt interessieren, finden diese wieder konzentriert in der Start-up Area im Übergang Ost. Apropos Area: Insgesamt hat die Eurobike wieder bei sieben Themen die entsprechenden Aussteller zusammengefasst. Neben der Start-up Area gibt es auch noch Sonderflächen für Cargo, Kids, Gravel, Dienstleister, Roadbikes und E-Cycling.
Während am Freitag in diesem Jahr bereits der erste von zwei Publikumstagen der Eurobike stattfindet, gibt es für die Marktteilnehmer mit (fahrrad-)touristischem Hintergrund mit dem Travel Talk wieder eine ganztätige Ladung an Fachwissen rund um neue Reisetrends. Themenfokus in diesem Jahr sind dabei die sogenannten Mi-kroabenteuer, also der Kurzurlaub mit dem Fahrrad, der quasi schon an der eigenen Haustür beginnt. Übrigens feiert der Travel Talk in diesem Jahr bereits sein 20-jähriges Jubiläum. Wie sich der Markt für Unternehmen im Fahrradtourismus in dieser Zeit verändert hat, darüber wollen die Organisatoren des Travel Talk unter anderem in einer Podiumsdiskussion zurückblicken.

Fritsch & Wetzstein Verlag auf der Eurobike

Auch wir – der Fritsch & Wetzstein Verlag – sind mit unseren Fachmedien velobiz.de, fahrstil und Veloplan wieder auf der Eurobike dabei. Sie finden uns im Foyer West Stand FW-103.

30. August 2021 von Markus Fritsch

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