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Service-Kritik und Mehrwertsteuer

Zweirad Stadler geht medial in die Offensive

Die angespannte Service-Situation im Fahrradhandel und die Mehrwertsteuer: Zwei Themen die auch Zweirad Stadler umtreiben. Wie das Unternehmen darauf reagiert.

Den Kundenansturm im Anschluss der Corona-Schließungen hatten große und kleinere Fahrradgeschäfte gleichermaßen zu bewältigen. Dass hier im Tagesgeschäft nicht immer alles rund gelaufen ist, liegt in der Natur der Sache. Während sich viele Kunden lange Zeit verständnisvoll und geduldig zeigten, wird die Luft an der Verkaufs- und Servicefront zusehends rauer (velobiz.de berichtete).

Servicemitarbeiter im Dauereinsatz

Damit wurde und wird aktuell offenbar auch Zweirad Stadler konfrontiert, der sich in einer breit gestreuten Pressemitteilung an die Öffentlichkeit wendet, und um Verständnis für die aktuelle Situation wirbt. Darin schreibt das Unternehmen: „Nicht nur die Verbraucher werden von der Corona-Pandemie hart getroffen – auch der Handel hat zu kämpfen. Zeitweise Schließungen und Kurzarbeit, Hygienekonzepte und wegbrechende Lieferketten haben die gesamte Wirtschaft in den vergangenen Monaten auf Trab gehalten, und bei allem Mehraufwand stand der bestmögliche Service für den Kunden stets im Vordergrund. Auch Zweirad-Center Stadler hat die Krise zu spüren bekommen, wenn auch – wie die Fahrradbranche an sich – teils positiv durch ein gestiegenes Interesse am (E-)Bike. Gerade im Frühjahr waren unsere Servicemitarbeiter im Dauereinsatz beim Beantworten von Kundenanfragen und dem Abarbeiten von Bestellungen. Und dabei war es kaum vermeidbar, dass es hin und wieder zu für die Kunden ärgerlichen Verzögerungen kam. Beschwerden und negative Bewertungen nehmen wir uns selbstverständlich zu Herzen und möchten gleichzeitig um Verständnis dafür bitten, dass auch bei Stadler in diesen außergewöhnlichen Zeiten nicht alles rund läuft.“

Mehrwertsteuersenkung

In gleicher Pressemitteilung erklärt Zweirad Stadler, dass man die Senkung der Mehrwertsteuer nicht an die Konsumenten weitergeben werde. Begründet wird dies mit dem Mehraufwand im Handel, den diese Absenkung bedeute. Zudem werde „traditionell knapp kalkuliert, und Preiserhöhungen im Einkauf werden, wenn möglich, nicht weitergegeben, damit unsere Kunden stets von unseren absolut günstigen Preisen profitieren können.“ Einen weiteren Grund gibt Zweirad Stadler mit den Corona-bedingt gestiegenen Kosten an. Dennoch sei man „konkurrenzlos günstig“ erklärt das Unternehmen den Kunden und verweist gleichzeitig auf den beginnenden Fahrradbekleidungs-Sommerschlussverkauf mit Reduzierungen, die weit über die drei Porzent der Steuersenkung hinausgehen würden.

Jetzt bleibt abzuwarten, inwieweit Tagesmedien diese Pressemitteilung in ihrer Berichterstattung aufgreifen werden. Gespannt darf man auch sein, wie die Reaktion der Leser, etwa in Form von Leserkommentaren ausfallen wird.

3. August 2020 von Jürgen Wetzstein

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