
Nächster Eskalationsschritt
Accell Group insolvent
Zur Unterscheidung: Bis gestern stand die Accell-Gruppe noch „unter Schutz“ der niederländischen Finanzaufsicht, seit der bereits berichtete Zahlungsaufschub gewährt worden war. Nun ist wie bereits erwartet klar geworden, dass dieser Aufschub nicht genügt: Das Amsterdamer Insolvenzgericht hat nun sechs Accell-Unternehmungen für insolvent erklärt. Im Insolvenzregister sind folgende Unternehmen aufgeführt:
- Accell Duitsland BV
- Accell Global BV
- Accell Group BV
- Accell Group Europe BV
- Accell Group Holding BV
- Accell Nederland BV
Was das für die Accell-Marken bedeutet, bleibt weiterhin unklar. Bereits bei Aufkommen der jüngsten Accell-Turbulenzen ging das Gerücht um, die Produktion in Ungarn habe seinen Mitarbeitenden gekündigt. Inzwischen wird berichtet, dass die Produktion selbst bereits ruht.
Auch die 340 Accell-Angestellten in den Niederlanden stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Immerhin wird hinter den Kulissen an einer solchen Zukunft gearbeitet.
Aus der Gerüchteküche heißt es auch, dass der irische Raleigh-Distributor Mel Sutcliffe hinter der Initiative stehe, die über ein Konsortium unter der Investmentgesellschaft Quanta Capital (mit Sitz in Dublin) innerhalb kurzer Frist ein Angebot für weite Teile der Accell Gruppe abgeben wolle.
Global seien etwa 2000 Jobs durch die Accell-Insolvenz in Gefahr. Was das für den Fahrradfachhandel bedeuten könnte, bereiten wir gerade für die nächste Ausgabe des velobiz.de-Magazins auf.
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