
Für neun Fahrradmarken
Accell rollt eine digitale Serviceplattform aus
„MyBikeService“ ist über die jeweiligen Marken-Websites verfügbar. Endkunden registrieren hier ihr Fahrrad und verknüpfen es mit einer zentralen Service- und Wartungsplattform für den Handel. Wichtig: Möglich ist dies für alle Fahrräder mit Kaufdatum ab dem 1. Januar 2026.
Mit der Registrierung des Fahrrads innerhalb von 90 Tagen nach dem Kauf starten verschiedene Serviceleistungen. Dazu zählen eine erweiterte Herstellergarantie, ein digitaler Wartungsnachweis, die Übertragbarkeit der Garantie im Fall eines Weiterverkaufs sowie einem 40-prozentigen Preisvorteil im Rahmen des Crash-Replacement-Programms während der Laufzeit der erweiterten Garantie. All das gibt es ohne zusätzliche Kosten. Je nach Marke umfasst dies fünf Jahre Garantie auf Rahmen und Gabel bei Haibike, Lapierre, Ghost, Winora, Raleigh, Sparta und Babboe, zehn Jahre bei Batavus sowie 25 Jahre bei Koga.
Händlernutzen
Für den Fachhandel ermöglicht das digitale Wartungslogbuch den Zugriff auf die Servicehistorie eines Fahrrads – auch dann, wenn dieses ursprünglich von einem anderen Fachgeschäft verkauft wurde. Wartungs- und Reparaturarbeiten können so auf Basis transparenter Informationen durchgeführt werden. „Zugleich unterstützt die digitale Dokumentation die rechtliche Absicherung und schafft Klarheit bei Garantie-oder Servicefällen“, heißt es von Accell. So entfällt in solchen Fällen beispielsweise die Vorlage eines Kaufbelegs.
Zudem können Händler die durchgeführte Erstinspektion digital bestätigen und dokumentieren, dass alle empfohlenen Prüfungen vorgenommen und das Fahrrad in technisch einwandfreiem Zustand übergeben wurde.
MyBikeService wird über ein zentrales Serviceportal und standardisierte Prozesse abgewickelt. Anfragen, die über das Portal eingereicht werden, werden priorisiert bearbeitet. Der technische Support ist durch definierte Reaktions- und Lieferzeiten strukturiert. Ein ergänzender digitaler Chatbot unterstützt Endkunden zudem bei ersten technischen oder praktischen Fragen und verweist bei Bedarf an einen zuständigen Fachhändler.
Insgesamt will man so den Produktlebenszyklus verlängern und zu einem höheren Restwert auf dem Gebrauchtmarkt beitragen. Gleichzeitig soll für den Handel die Grundlage für eine vom ursprünglichen Verkaufsort des Fahrrads unabhängige Servicequalität geschaffen werden.
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