
Bundeshauptversammlung in Berlin
ADFC hat neues Führungsduo gewählt
Die Neuwahlen waren ein wichtiger Tagesordnungspunkt bei der zweitägigen ADFC-Bundeshauptversammlung. Die Delegierten des weltgrößten Fahrradverbandes wählten heute Sarah Holczer und Frank Masurat zum neuen paritätischen Bundesvorsitz. Gemeinsam wollen sie Radfahren für alle Generationen sicher, attraktiv und selbstverständlich machen. Zukünftig will der ADFC den positiven Beitrag des Radfahrens für Gesundheit und Gesellschaft stärker in den Fokus rücken.
Sarah Holczer sagt als neue ADFC-Bundesvorsitzende: „Radfahren bringt Menschen zusammen und die Welt ein Stück voran: Es ist ein Beitrag zu Klimaschutz, nachhaltiger Mobilität und es fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der ADFC macht diese Werte sichtbar – mit Vertrauen und Klarheit. In diesem Sinne werde ich mich dafür einsetzen, dass das Fahrrad den Raum und die Unterstützung erhält, die es verdient – im Straßenverkehr wie in der Politik.“
Frank Masurat ergänzt: „Radfahren ist Zukunft – gesund, klimaschonend, demokratisch. Wir wollen zeigen, dass Mobilitätspolitik weit mehr ist als Straßenbau und Verkehrsplanung: Sie entscheidet über Lebensqualität, Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der ADFC wird diese Perspektive in der Bundespolitik noch stärker einbringen – mit klarer Stimme und konstruktivem Druck.“
Weiter gewählt:
Die ADFC-Delegierten wählten bei der Bundeshauptversammlung in Berlin außerdem: Tourismusexperte und Pressesprecher Christian Tänzler (63) aus Berlin, IT-Unternehmer Christoph Schmidt (49) aus Köln, Ökonomin und Intraday Power Traderin Vera Konrad (32) aus Düsseldorf, den ehemaligen Bremer Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse (66) aus Hamburg sowie die Co-Geschäftsführerin der Schwalbe Stiftung Clara Bohle (30) aus München. Als Vertreterin des Jungen ADFC im Bundesvorstand wurde die Geographiestudentin Lena Adam (20) aus Hamburg bestätigt.
Der ehrenamtliche ADFC-Bundesvorstand wird alle zwei Jahre gewählt. Für das operative Geschäft betreibt der ADFC eine Bundesgeschäftsstelle mit einem 48-köpfigen hauptamtlichen Team in Berlin.
Entscheidungen
Die Bundeshauptversammlung hat zudem entschieden: Der ADFC wird stärker auf die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens aufmerksam machen – mit Kampagnen, Projekten und Kooperationen. „Wer aufs Rad steigt, tut etwas für Herz und Kreislauf, baut Stress ab und beugt so Krankheiten vor. Radfahren ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, fit und gesund zu bleiben. Es macht unabhängig und ist für alle Menschen in der Gesellschaft gleichermaßen zugänglich. Radförderung ist deshalb auch Gesundheitspolitik“, heißt es vom ADFC.
Der ADFC ist der größte Interessenverband dieser Art in Deutschland und weltweit – mit über 240.000 Mitgliedern, mehr als 500 regionalen Gliederungen und rund 11.000 ehrenamtlich Engagierten.
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