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Foto: AfricroozE/Eurist - Das AfricroozE – Ebike wurde von EURIST e.V. gemeinsam mit der ugandischen NGO FABIO für den Einsatz im ländlichen und städtischen Afrika entwickelt und mit technischer Expertise aus Indien und Deutschland realisiert.
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Soziale Initiative aus Hamburg

AfricroozE bereitet erste E-Bike-Fabrik in Afrika vor

Der Verein EURIST e.V. (European Institute for Sustainable Transport) hat gemeinsam mit der AfricroozE GmbH eine Initiative ins Leben gerufen, die Frauen in Afrika Zugang zu klimafreundlicher Mobilität verschafft. Gemeinsam mit einem Produktionspartner aus den Niederlanden soll als Fernziel im Jahr 2026 die erste E-Bike-Produktion des Kontinents starten.

Mit der Kampagne „Freiheit erFahren“ werden solarbetriebene E-Bikes an Frauenkooperativen in Uganda und Tansania vergeben – als Werkzeuge für wirtschaftliche Selbstständigkeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Die Kampagne wird von viel Prominenz unterstützt, darunter Bjarne Mädel, Cordula Stratmann und Dayan Kodua.

Der gemeinnützige Verein EURIST e.V. hat die Idee entwickelt, die AfricroozE GmbH, eigens als Social Business dafür gegründet, legt die Grundlagen für die Umsetzung der Vision in Afrika – mit lokaler Produktionspartnerschaft, Schulungen und einem wachsenden Servicenetz. Seit 2024 ist die AfricroozE GmbH als eigenständige Gesellschaft aktiv. Ab 2026 ist ein wichtiger Schritt in Vorbereitung. Dann soll die lokale Produktion in Uganda in Partnerschaft mit Nijland BV ( https://nijland.com/ ) aus den Niederlanden beginnen und so die erste E-Bike-Fabrik des Kontinents aus dem Boden gestampft werden. Neben der Produktion investiert AfricroozE in Solarladestationen, Mechaniker-Trainings und Recyclingstrukturen - und zielt so gleich auf mehrere UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) ab.

Mobilität als Schlüssel

„Mobilität bedeutet Freiheit – und für Frauen in Afrika ist sie der Schlüssel zu Bildung, Einkommen und gesellschaftlicher Teilhabe,“ sagt Dr. Jürgen Perschon, Gründer von EURIST e.V. und Beirat der AfricroozE GmbH.“ Und weiter: „AfricroozE zeigt, dass nachhaltige Mobilität nicht nur technisch funktioniert, sondern auch sozial wirkt – sie verändert Leben. Jede Spende trägt dazu bei, dass noch mehr Frauen ein eigenes E-Bike erhalten können.“

Die speziell für afrikanische Bedingungen entwickelten AfricroozEs sind robust, wartungsarm und bis zu 80 % günstiger im Betrieb als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Mit bis zu 100 kg Zuladung eignen sie sich für Personen-, Liefer- oder Gesundheitstransporte – etwa als E-Taxi, Ambulanz oder Cargobike. 2026 werden die ersten 100 E-Bikes an Frauenkooperativen in Uganda und Tansania ausgeliefert, gefördert durch Spenden und Partnerschaften. Das AfricroozE – Ebike wurde von EURIST e.V. gemeinsam mit der ugandischen NGO FABIO für den Einsatz im ländlichen und städtischen Afrika entwickelt und mit technischer Expertise aus Indien und Deutschland realisiert.

20. November 2025 von Jürgen Wetzstein
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