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Hannes Laar ist einer der Gründer und technischer Direktor von Ampler Bikes
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Schnelles Wachstum und neuer Showroom

Ampler Bikes eröffnet zweite Niederlassung in Köln

Wie spricht man neue Kundengruppen an? Und wann macht Direktvertrieb Sinn? Zur Eröffnung der zweiten Niederlassung von Ampler Bikes (…)

In Köln befindet sich der zweite Showroom von AmplerIn Köln befindet sich der zweite Showroom von Ampler Bikes

(…) gibt Hannes Laar, Mitgründer und CTO von Ampler, Einblicke in das E-Bike-Unternehmen aus Estland.
Mit etwas Corona-bedingter Verzögerung hat am 25. Juli, nach Berlin, die zweite Niederlassung des estnischen Direktvertreibers Ampler Bikes in Köln eröffnet. Mitten in einer gut frequentierten und gleichzeitig verkehrsberuhigten Viertels-Einkaufsstraße, die traditionell von vielen jüngeren Menschen frequentiert wird, vereinen sich Showroom und ein sogenannter Service-Hub. Damit bedient der Standort alle Ampler-Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen und den Benelux-Ländern. Dazu gehören Beratung, Testfahrten und die Abwicklung von Garantie- und Fahrradservice.

Direkter Kundenkontakt rentiert sich

„Ganz viele Kunden sind sofort neugierig, wenn sie unsere Bikes sehen. Damit kommen schnell die ersten Fragen“, erläutert der Geschäftsführer und technische Direktor Hannes Laar im Gespräch. Er gehört zu den drei Gründern aus Tallinn in Estland, wo 2014 die ersten Prototypen gebaut wurden und sorgt mit seinem Team für den Aufbau in Deutschland. Deshalb pendelte er in den vergangenen Monaten auch kaum nach Tallinn, sondern vor allem zwischen Berlin und Köln, wo er sich intensiv mit der Standortauswahl befasste. „Uns kommt es darauf an, dass wir eine große Nähe zum Kunden aufbauen und den direkten Kontakt dann auch nach dem Verkauf halten“, erläutert er die offensichtlich erfolgreiche Strategie. Warum Berlin und Köln? Weil es dort viele Kunden und Anfragen gäbe und Köln darüber hinaus über ein sehr großes Einzugsgebiet verfügt. Dazu komme die spezifische Kultur und die Atmosphäre in der Stadt und im Viertel.

Niedrige Einstiegsschwelle und interessiertes Publikum

Der erste Eindruck: klein aber fein. Der Showroom sieht fast so aufgeräumt aus, wie ein Messestand – und das ist wohl auch das Konzept. Wo bei klassischen Fahrradläden meist erst einmal ein Schaufenster für Abstand zum Kunden sorgt, ist man bei Ampler mit einem Schritt mitten im Laden. Eine niedrige Einstiegsschwelle, die am Eröffnungstag für viel neugierige Laufkundschaft im modern gestylten Showroom sorgte. Interessant waren vor allem die erstaunt fragenden Blicke und die Gespräche, denn auf den ersten Blick sind die Ampler Räder eben nicht als E-Bike zu erkennen. Das fällt auf und sorgt praktisch unmittelbar für Gesprächsstoff, wie Hannes Laar Gründer und Geschäftsführer erläuterte.

Neue Kunden und Beratung statt Verkauf

Über genaue Zahlen zum Absatz möchte Hannes Laar keine Angaben machen. Aber Ampler würde stabil um 100 Prozent pro Jahr auf einem vergleichsweise hohen Niveau wachsen und weiter expandieren. Für die Zukunft sieht er das Unternehmen gut aufgestellt. Noch vor Kurzem seien die Kunden vor allem aus dem Bereich der technikaffinen Early Adopters gekommen. Das habe sich inzwischen stark verändert. „Wir sprechen mit unseren Bikes alle an – nicht nur Radfahrer“, betont Laar. Inzwischen kämen auch viele Autofahrer und ÖPNV-Nutzer auf Sie zu, die nach einer Mobilitätsalternative suchten, zum Beispiel zum Pendeln zur Arbeitsstätte. Das Fahrrad würde als Alternative gesehen, aber oftmals seien die Wege für das individuelle Empfinden zu weit und zu anstrengend und das E-Bike dann eine ideale Lösung.

Neue E-Bikes für neue Kundengruppen

Mit dem Claim und dem Konzept „Leichte E-Bikes für die Stadt“ liegt Ampler im Trend und kann sicher manche Kunden ansprechen, die sich sonst eher nicht für Fahrräder oder gängige Mittelmotor E-Bikes interessieren. Bei Ampler ging es nach Technik-Chef Hannes Laar von Anfang an vor allem darum um eine neue Balance zwischen Reichweite und Gewicht (ab 13,5 kg) zu finden. Mit der fast unsichtbaren Integration eines kleinen Heckmotors und einem kleinen Akku, der sich im schmalen Rahmen versteckt, geht das Konzept offensichtlich auf.

6. August 2020 von Reiner Kolberg

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