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„Rettungsplan“ steht

Babboe-Rückruf umfasst insgesamt rund 22.000 Lastenräder

Schritt für Schritt kommt die Abwicklung der Rückrufaktion der Babboe-Lastenräder in Gang. Nachdem kurz vor Ostern hierzulande der Fachhandel vorab informiert wurde, gehen jetzt umfassende Informationen auch an die Öffentlichkeit raus.

Wie Babboe soeben auf seiner Website mitteilt, befindet man sich in Zusammenarbeit mit der niederländischen Behörde für Lebensmittel- und Verbraucherproduktsicherheit (NVWA) in der Endphase der Untersuchung der Sicherheit seiner Lastenfahrräder. Ein Ergebnis daraus: die meisten verkauften Lastenfahrräder können nach einer Überprüfung bzw. Reparatur im Fachhandel wieder auf die Straße gebracht werden.

Ersatz oder Kontrolle?

Bereits nach einer ersten Untersuchung stand fest, dass die Modelle City E und Mini E zurückgerufen werden velobiz.de berichtete . Inzwischen sei auch beschlossen, dass die Modelle City Mountain, die vor dem Jahr 2020, sowie die Modelle Slim Mountain & Transporter, Pro Trike (E), Trike-E, Pro Trike XL Motor zurückgerufen und ersetzt werden. Die zurückgegebenen Lastenfahrräder werden von einem spezialisierten Unternehmen abgeholt und auf nachhaltige Weise demontiert, verspricht Babboe.
„Insgesamt werden in allen Ländern, in denen Babboe verkauft wird, rund 22.000 Lastenfahrräder zurückgerufen und ersetzt“, heißt es von Babboe weiter. Die ersten Lastenräder sollen ab Mitte April in den Niederlanden und in Deutschland abgeholt werden. Danach wird der Rückruf auf die anderen Länder ausgeweitet. Allen Besitzern dieser Modelle wird ein neues (Cargo-)Fahrrad angeboten. Die Modelle City Mountain (Produktion ab Januar 2020), Max-E, Carve-E, Carve Mountain Curve-E, Curve Mountain, Big (E), Dog (E), Go (E), Go Mountain, Flow E, Flow Mountain, Pro Bike (E), Pro Bike Midmotor, Mini Mountain und Curve können nach einer Überprüfung/Reparatur wieder benutzt werden. Fachhändlern in Deutschland soll eine Checkliste diesbezüglich zur Verfügung gestellt werden.

Neben der Information auf der niederländischen Website wurden Kundinnen und Kunden jetzt auch direkt über die anstehenden Schritte informiert, wenn sie ihr betroffenes Babboe-Rad über das entsprechende Online-Portal registriert hatten.

Gerard Feenema, Direktor von Babboe: "Die meisten unserer Kunden können nach einer Überprüfung bzw. Reparatur wieder auf die Straße gehen. Die Durchführung des gesamten Vorgangs wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Wir verstehen, dass dies für unsere Kunden ärgerlich ist, und haben daher unser Bestes getan, um eine geeignete Lösung zu finden und sie zu entschädigen. In der nächsten Zeit werden die technischen Unterlagen von der NVWA fertiggestellt. Unser Ziel ist es, alle wieder sicher auf die Straße zu bringen."

Interne Untersuchung der Situation

Zudem teilt Babboe mit, dass zusammen mit der Muttergesellschaft Accell Group Mitte Februar eine interne Untersuchung der Fakten und Entwicklungen eingeleitet worden sei, die zu dieser Situation geführt haben. Alles ziele darauf ab, dass dies in Zukunft verhindert wird. Die Accell-Gruppe arbeite daran, Babboe in die europäische Plattform zu integrieren, einschließlich der Einbindung in die Qualitätssicherungs- und Beschwerdebearbeitungsprozesse von Accell.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Weiteres Ungemach droht Babboe von Seiten der Staatsanwaltschaft, wie der niederdländische Hersteller bestätigt. Demnach wurde am 28. März eine strafrechtliche Untersuchung über das Vorgehen von Babboe in den vergangenen Jahren eingeleitet. "Es versteht sich von selbst, dass Babboe bei diesen Ermittlungen kooperiert", heißt es dazu von Babboe. Und weiter: "In der Zwischenzeit ist es unsere Politik und Praxis, aktiv und transparent mit der NVWA-Untersuchung zusammenzuarbeiten. Dies steht im Einklang mit den Werten, für die wir stehen."

3. April 2024 von Jürgen Wetzstein

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