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Die Aktienkurse haben nach ihrer Talfahrt wieder den Weg nach oben angetreten.
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Blick nach Europa

Belgien und Großbritannien kehren auf Wachstumskurs zurück

Am vergangenen Freitag meldeten die Branchenorganisationen Belgiens und des Vereinigten Königreichs ihre Marktdaten fürs Jahr 2025. In beiden Ländern zeigt sich eine Erholung des Marktes und eine Rückkehr zum Wachstum. Ein Blick auf die Zahlen.

Nachdem die Marktdaten aus den Niederlanden, Deutschland und vor allem der Schweiz zum vergangenen Jahr noch keine wirkliche Trendwende erkennen ließen, fallen die vom Branchenverband Traxio Velo in Brüssel ( www.traxio.be ) präsentierten Kennzahlen in Belgien weit erfreulicher aus: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die ausgelieferten Einheiten an Wiederverkäufer im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 578.737 Stück an.

E-Bikes legten dabei gar um 7,45 Prozent auf 295.360 Stück zu, während das Wachstum bei den konventionellen Velos 6,6 Prozent betrug, was 283.377 Einheiten entspricht. Der Marktanteil von E-Bikes steigt somit auf 51,04 Prozent. Das Marktforschungsinstitut GfK NiQ schätzt das Wachstum des Velo- und E-Bike-Markts in Belgien im Vergleich zum Vorjahr mit 7,7 Prozent bezogen auf den Umsatz nochmals etwas höher ein.

Die von Traxio Velo präsentierten Daten erlauben einen tiefen Einblick in den belgischen Velomarkt. So waren im E-Bike-Segment vor allem E-Bikes mit Getriebenaben und Zahnriemen sowie Lastenräder verschiedener Größe gefragt. Auch Speed Pedelecs legten nach einer Schwäche im Vorjahr wieder kräftig zu. Im verkündeten Absatzrekord bezieht Traxio Velo allerdings Secondhand-Käufe mit ein, die meist aus dem Leasinggeschäft resultieren.

Bei den Velos ohne Hilfsantrieb kompensierte die rege Nachfrage nach Rennvelos und Gravelbikes die schleppende Nachfrage nach Mountain Bikes. Funktionelle Alltagsvelos waren in Belgien nach wie vor auch ohne Hilfsantrieb gefragt. Laut Traxio Velo sehen 74 Prozent der Belgierinnen und Belgier nach wie vor den Fachhandel als Verkaufskanal der Wahl für Velos und E-Bikes.

Großbritannien

Im Vereinigten Königreich hatte die Velobranche in den vergangenen Jahren herbe Einbußen erlitten. Nach einem Rekord von 3,2 Millionen Einheiten im Jahr 2020 halbierte sich der Absatz laut der Branchenorganisation Bicycle Association UK( www.bicycleassociation.org.uk ) bis 2024 auf weniger als 1,6 Millionen Stück - ein Wert wie Ende der 70er Jahre. Insofern durfte für 2025 eine Trendwende erwartet werden. Und diese ist auch tatsächlich eingetroffen.

Laut Schätzung der Bicycle Association konnte der Velohandel den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent steigern. Mit 6 Prozent fiel das Wachstum bei den konventionellen Velos stärker aus als bei E-Bikes, die nur um 2 Prozent zulegen konnten und deren Marktanteil keine 10 Prozent erreicht. Kräftiger stieg das Geschäft mit Ersatzteilen und der Werkstatt, wo ein Plus von 8 Prozent erzielt werden konnte.

17. März 2026 von Laurens van Rooijen
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