
Zukunft in Eigenregie?
Cycles Lapierre stellt Antrag auf ein Insolvenzverfahren
Fahrradhersteller Lapierre feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Jubiläum und zählt 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 99,1 Mio. EUR und belieferte ein Netzwerk mit mehr als 800 Fachhandelsgeschäften.
Infolge der gestern von Markenmutter Accell veröffentlichten Mitteilung zum Scheitern der Übernahmeverhandlungen mit potenziellen Investoren (velobiz.de berichtete) hat Cycles Lapierre seinerseits in Frankreich die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.
„Es handelt sich nicht um eine Liquidation. Es ist eine Entscheidung, dem Unternehmen den notwendigen Rahmen zu geben, um seine Aktivitäten fortzusetzen, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu schützen und mit einem neuen Investor eine nachhaltige Zukunft aufzubauen“, erklärt William Perrier, Directeur Genéral bei Cycles Lapierre, soeben in einem Post auf der Plattform LinkedIn.
Heißt also: Das Unternehmen will nach dem Wegfall der Unterstützung durch die Markenmutter künftig die Zügel selbst in die Hand nehmen und in Eigenregie die Zukunft der Marke sichern. Perrier sagt weiter: „Wir setzen unsere Aktivitäten fort, entwickeln einen ehrgeizigen Fortsetzungsplan und suchen einen Industrie- oder Finanzpartner, der die Entwicklung der Marke langfristig unterstützen kann.“ Und weiter: „Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Wir werden mit Transparenz, Rechenschaftspflicht und Entschlossenheit begehen.“
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