
Konsumklima Sozio:
Die Konsumlaune der oberen Einkommenshälfte trübt sich merklich ein
Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse des NIM Konsumklimas Soziodemografie lassen sich vereinfacht so auf den Punkt bringen: Wer viel verdient und wohlhabend ist, hat aktuell eine deutlich schlechtere Konsumlaune als der Durchschnitt. Besonders stark fällt der Rückgang des Konsumklima Indikators in der Einkommensgruppe der oberen 25 Prozent aus. Auch in der oberen mittleren Einkommensgruppe verschlechtert sich die Verbraucherstimmung, während sie sich in den beiden unteren Einkommensgruppen vergleichsweise stabil zeigt.
"Besonders auffällig ist die Entwicklung von Anschaffungs- und Sparneigung in der oberen Einkommenshälfte: Während die Anschaffungsneigung stagniert oder sinkt, nimmt die Sparneigung zu“, so Anja Bauer, Senior Researcher beim NIM. „Für den Konsum ist das besonders relevant, denn auf die obere Einkommenshälfte entfallen rund 68 Prozent der Konsumausgaben, auf die untere Hälfte nur etwa 32 Prozent. Und wir sehen hier nicht nur einen kurzfristigen Ausschlag: Vor allem bei den oberen 25 Prozent beobachten wir die Eintrübung bereits seit Beginn des Iran-Kriegs. Wenn einkommensstärkere Haushalte größere Anschaffungen aufschieben und stattdessen mehr sparen, könnte das die Konsumerholung spürbar bremsen.“
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