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Aufhellung lässt auf sich warten

Konsumklima in Deutschland erleidet kräftigen Rückschlag

Die Verbraucherstimmung hat sich im September wieder eingetrübt – und zwar kräftig. Welche Ursachen dafür die Konsumforscher in der monatlich erscheinenden Studie NIM Konsumklima powered by GfK angeben und warum es einen Hoffnungsschimmer gibt.

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Einkommenserwartung, Sparneigung und Anschaffungsneigung: Aus diesen drei Indikatoren analysieren die Konsumforscher aus Nürnberg monatlich die Verbraucherstimmung in Deutschland. Und die hat im vergangenen Monat einen kräftigen Rückschlag erlitten. Das Konsumklima verliert nach den Erwartungen der Verbraucher für Oktober 3,8 Punkte und sinkt damit auf -30,6 Punkte (Vormonat revidiert: -26,8 Punkte). Der markante Rückgang ist neben einer gestiegenen Sparneigung vor allem auf das deutliche Abrutschen der Einkommenserwartung zurückzuführen. Auch die Anschaffungsneigung geht leicht zurück, während die Konjunkturerwartungen nahezu unverändert bleiben.

„Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern werden“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Folglich sind sie skeptischer, was die künftigen Einkommensaussichten für die nächsten zwölf Monate betrifft.“ Die deutliche Eintrübung des Konsumklima Indikators ist zu einem wesentlichen Teil auf den starken Rückgang der Einkommensaussichten in diesem Monat zurückzuführen.

Neben den gesunkenen Einkommensaussichten wird das Konsumklima im September durch eine spürbar gestiegene Sparneigung gedrückt. Man muss in der Historie bis in die Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 zurückgehen, um einen ähnlich hohen Wert für die Sparstimmung zu messen. Die hohen Energiepreise schüren die Verunsicherung unter den Verbrauchern und sorgen dafür, dass sie es in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen. Im Gegensatz zu Einkommenserwartung und Sparneigung zeigt sich die Anschaffungsneigung im Großen und Ganzen stabil.

Konjunkturerwartungen mit leichtem Plus

Während die Einkommensaussichten gegenwärtig deutlich skeptischer beurteilt werden, legen die Konjunkturerwartungen der Verbraucher weiter etwas zu, wenn auch die Dynamik aktuell nachgelassen hat. Die deutsche Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2026 besser entwickelt als zunächst erwartet. Entsprechend haben die Forschungsinstitute ihre Wachstumsprognosen für dieses und das kommende Jahr nach oben korrigiert.

Heute um 07:40 von Jürgen Wetzstein

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