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Laut Copenhagenize Index:

Diese Großstädte sind die fahrradfreundlichsten der Welt

Der Copenhagenize Index soll die fahrradfreundlichsten Großstädte der Welt bestimmen. Drei deutsche Städte haben es 2025 unter die Top 30 geschafft.

Zum ersten Mal seit 2019 hat das Planungsbüro „Copenhagenize Design Company“ wieder den Wettbewerb zum Copenhagenize Index durchgeführt. Das Ranking der Großstädte, die den dazugehörigen Fragebogen eingereicht haben, führen Utrecht, Kopenhagen und Gent an, gefolgt von Amsterdam und Paris. Besonders auffällig ist, dass erst auf Platz 15 die erste außereuropäische Großstadt (Montréal in Kanada) platziert ist.
Auf der Website des Index , an dem auch EIT Urban Mobility mitgewirkt hat, zeigt das regionale Ranking, die bestplatzierten Städte der verschiedenen Kontinente bzw. Regionen. In Lateinamerika hat Niteroi (Platz 43) in Brasilien die Nase vorn, in Asien und Ozeanien ist Christchurch (Platz 38) in Neuseeland am besten platziert und aus Afrika landet Quelimane in Mosambik auf Platz 83 der Gesamtwertung.

Münster auf Platz 7

Unter den Top 30 sind drei deutsche Städte: Münster (Platz 7), Bonn (Platz 11) und München (Platz 17). In Westfalen freut man sich über die gute Platzierung bei der ersten Teilnahme am Wettbewerb. Oberbürgermeister Tilman Fuchs sagt: „Münster ist und bleibt Fahrradstadt. Der starke Einstieg unserer Stadt in den Copenhagenize Index ist eine weitere Bestätigung für Münsters langjährige Radverkehrsförderung. Dass unser Engagement auch international Anerkennung findet, ist ein großer Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen und die Infrastruktur für Radfahrende weiter zu stärken.“ Für Münster sei laut dem Gremium insbesondere der hohe Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen, die stetigen Investitionen in die Fahrrad-Infrastruktur und ein in vielen Bereichen durchgängiges Radwegenetz bemerkenswert. Auf Dauer müsse die Stadt jedoch Radfahrerinnen und Radfahrern noch mehr Raum bieten.

Rund 30 Aspekte zur Fahrradfreundlichkeit fragen die Projektverantwortlichen für den Index ab. Unter anderem sollen die teilnehmenden Großstädte in den Fragebögen Auskünfte zum aktuellen Radwegenetz, neuen Infrastrukturprojekten, Abstellmöglichkeiten, kommunalen Förderungen, Fahrradkultur, dem Radverkehrsanteil sowie Zukunftsplänen für stadtverträgliche Mobilität machen. Stadtbaurat Robin Denstorff aus Münster erklärt: „Die gute Platzierung unterstreicht unsere bisherige und zukünftige Arbeit, die Rad-Infrastruktur lückenlos und systematisch auszubauen und das Radfahren in Alltag und Freizeit sicher, komfortabel und schnell zu machen. Münsters Fahrradstraßen – zum Beispiel Bohlweg, Wilhelmstraße oder Bismarckallee – zeigen, wie dies umgesetzt wird.“

21. November 2025 von Sebastian Gengenbach
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