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Škoda DuoBell

Diese Klingel ist immer hörbar

Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung können die wichtige Funktion von Fahrradklingeln im Straßenverkehr einschränken. Škoda präsentiert mit der DuoBell eine Lösung, welche die aktive Geräuschunterdrückung moderner Kopfhörer überlisten soll.

Active Noise Cancellation (aktvive Geräuschunterdrückung, ANC) ist inzwischen ein weit verbreitetes Feature bei Kopfhörern. Die Funktion verhindert jedoch mitunter auch, wichtige Geräusche im Straßenraum wahrzunehmen. Dazu zählen Fahrradklingeln.
Der Autohersteller Škoda hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von der University of Salford die DuoBell als Lösung für diese Problem vorgestellt. Indem ANC-Algorithmen untersucht wurden, stellte das Team fest, dass es einen schmalen Frequenzbereich ist, der an den ANC-Filtern vorbei schallen kann. Dieser liegt zwischen 750 und 780 Hz. Diesen Frequenzbereich nutzt die Klingel und ergänzt ihn um einen höheren Frequenzbereich (daher der Name DuoBell) mit einem weiteren Resonator. Ein spezieller Mechanismus sorgt außerdem dafür, dass der Schlägel die Klingel schnell und unregelmäßig ertönen lässt, was den ANC-Algorithmen zusätzlich Schwierigkeiten bereiten soll. Kuriere vom Dienst Deliveroo, die an Tests in London beteilgt wurden, wollten die Klingel gleich im Einsatz behalten, heißt es vom Hersteller. 5 Sekunden zusätzliche Reaktionszeit für ANC-nutzende Fußgänger und zudem 22 Meter zusätzlicher Wahrnehmungsradius im Vergleich zu herkömmlichen Klingeln, beziffert das Team die Vorteile.

„Fahrradklingeln sind seit über einem Jahrhundert nahezu unverändert geblieben, doch die Welt um sie herum hat sich gewandelt. Škoda DuoBell ist die erste Klingel, die jemals dafür entwickelt wurde, die Geräuschunterdrückung von Kopfhörern zu durchdringen. Es handelt sich um einen cleveren analogen Trick, der die Algorithmen der künstlichen Intelligenz in diesen Kopfhörern überlistet. Es ist eine kleine Anpassung, die die Sicherheit auf den Straßen der Stadt verbessern wird“, sagte Ben Edwards von AMV BBDO, einer Agentur, die wie auch die Agentur PHD und die Produktionsfirma Unit9 an der Entwicklung des Konzepts beteiligt war. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sollen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Mittwoch um 09:34 von Sebastian Gengenbach
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