
Europäischer Industrieverband
ECI will für Datensicherheit im Fahrradmarkt sorgen
Das Platzen der pandemiebedingten Nachfrage-Blase und die daraus resultierenden Probleme mit Lagerbeständen und Rabattschlachten hat allen in der europäischen Velobranche Aktiven klar vor Augen geführt: Das bisherige Vorgehen mit einer auf einer Schätzung der Nachfrage vor Ort basierenden Vororder, einer meist unflexiblen Fertigung auf Vorrat und dem Fehlen von verlässlichen Abverkaufszahlen war ein Teil des Problems und hat so keine Zukunft mehr. Denn mit wenigen Ausnahmen beruhen die bisher erhobenen Marktdaten auf den Lieferungen an Wiederverkäufer - und geben so nur bedingt wieder, was von diesen an Endkonsumentinnen und Endkonsumenten verkauft wird.
Zusammen mit den Sportdaten-Spezialisten Sporting Insights arbeitet European Cycling Industries (ECI) als der europäische Dachverband der Lieferanten- und Herstellerverbände nun an einem neuen System der Datenerhebung und -aufbereitung. Dieses sieht eine monatliche, anonymisierte Lieferung der Sell-in Daten durch die Marktteilnehmer vor.
Basierend darauf soll die Datenplattform Sotec (kurz für „State of Trade European Cycling“) Unternehmen aus der Velobranche ganz neue Einsichten in die Dynamiken der europäischen Märkte bieten. Um mit den Entwicklungen Schritt zu halten, werden die angelieferten Daten alle drei Monate aggregiert und auf ein Dashboard gestellt.
Auf Basis dieser Daten können Unternehmen ihre Produktion, Lagerhaltung und Prognosen für den erwarteten Bedarf zeitnah harmonisieren und den Realitäten anpassen - und so hoffentlich eine Wiederholung der Rabattschlachten wegen übervoller Lager vermeiden. Laut CIE sind mit PON.Bike, Giant, Trek, Specialized und Decathlon schon eine Reihe von wichtigen Akteuren als Gründungsmitglieder mit von der Partie.
Weitere Unternehmen dürften dem Vorbild dieser Marken folgen.
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