
Jahresbericht von Giant und Merida
Große Fahrradhersteller kämpfen gegen Marktsituation an
Im vergangenen Jahr bauten viele Unternehmen ihre Lagerbestände ab. Dass dies auch auf Kosten der Anlieferung neuer Güter ging, zeigen die Geschäftszahlen einiger großer Hersteller, die nun publik wurden. Dass die Giant Group als nach Umsatz größter Velo- und E-Bike-Produzent der Welt ihr Vorjahresergebnis verfehlen würde, hatte sich nach einem ansprechenden Start ins Jahr 2025 schon im zweiten und dritten Quartal angekündigt. Auch wenn die Geschäfte im vierten Quartal etwas besser liefen, resultierte am Ende mit einem Umsatz von TWD 60,25 Milliarden (1,64 Milliarden EUR) ein sattes Minus von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Immerhin konnte die Giant Group die Bruttomarge, die im Vorjahr auf 19 Prozent abgesackt war, wieder auf 19,8 Prozent steigern. Auch der Reingewinn vor Steuern stieg um 9,5 Prozent auf NTD 1.38 Milliarden (37,41 Millionen EUR). Als Hauptgrund für die sich bessernde Ertragslage gibt die Giant Group an, dass keine vergleichbar hohen Abschreibungen auf Lagerbeständen mehr vorgenommen werden mussten. Zudem hätten neu lancierte Produkte im Jahr 2025 die Intensität der Rabattschlachten gemindert. Die flaue Nachfrage in China und Probleme mit den US-Zoll-Behörden drosselten die Nachfrage, aber dafür legte das OE-Geschäft wieder zu.
Rückgang bei Merida
Auch Merida Industries als die Nummer 2 unter Taiwans Velo- und E-Bike-Produzenten musste, 2025 nochmals einen Rückgang beim Umsatz hinnehmen: Dieser nahm im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf NTF 26,76 Milliarden (724 Millionen EUR) ab. Eine klare Trendwende gab es aber beim Ertrag: Nach einem satten, durch die Abwertung von Lagerbeständen wie der 35-Prozent-Beteiligung an der Marke Specialized verursachten Verlust im Vorjahr resultierte 2025 wieder ein Gewinn in der Höhe von TWD 1,2 Milliarden 33 Millionen EUR).
Verknüpfte Firmen abonnieren
für unsere Abonnenten sichtbar.