
In Fernost
Es geht wieder bergauf, wenn auch zaghaft
Übervolle Lager und eine ausgesprochene Kaufzurückhaltung in Schlüsselmärkten wie Europa und Nordamerika haben die globale Velo-Industrie nach dem pandemiebedingten Boom in eine langanhaltende Krise geschickt. Über Monate und Jahre hinweg kannte der Trend nach dem Rekordjahr 2022 nur eine Richtung: bergab. Nun zeichnet sich aber eine Trendwende ab - wenn auch noch zaghaft. So verzeichnete die Giant Group im Mai mit 5,81 Prozent erstmals wieder ein Umsatzwachstum im Vergleich zur Vorjahresperiode.
m Juni verstärkte sich dieser Trend weiter, denn der Monatsumsatz lag mit NTD 5,8 Milliarden (EUR 158,40 Millionen) um beachtliche 15,98 Prozent über der Vorgabe vom Juni 2025. Wegen des schwachen 1. Quartals verharrt der Umsatz der Giant Group zur Jahresmitte aber noch immer um 10,5 Prozent unter demjenigen des Vorjahres. Zudem berichten Industrie-Insider bereits wieder von ersten Engpässen in der Lieferkette: Die lange Flaute hat den Lieferketten zugesetzt, und der Krieg am Persischen Golf treibt die Preise hoch.
Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Blick auf die Monatsumsätze von Merida Industries als der Nummer 2 unter Taiwans Velo- und E-Bike-Produzenten: Nach einem rabenschwarzen 1. Quartal trumpfte Merida schon im Mai mit einem Umsatzplus von 18,34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf.
Aber schon im Juni lag der Umsatz mit NTD 2,4 Millionen (EUR 65,53 Millionen) wieder um 5,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, und nach zwei Quartalen hinkt der Umsatz um 15,3 Prozent hinter der Vorgabe von 2025 her.
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