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Neue bbw-Seniorentrendstudie behauptet:

Fachhandel verpasst Chancen bei kaufkräftigen Best-Agern

Die so genannten Best-Ager, das sind in Deutschland rund 25 Mio. Menschen, sind sehr sportlich: Jeder zweite treibt gelegentlich oder auch häufiger Sport. Der Best-Ager-Anteil am gesamten deutschen Sportmarkt beträgt schon jetzt knapp 40 %, heißt es in der neuen Seniorenstudie von bbw marketing. Und trotzdem würde die Wirtschaft ihre alternde Kundschaft vernachlässigen. Einige Auszüge dieser kostenpflichtigen Studie wurden soeben veröffentlicht.

Warum soll die Zielgruppe produkt- und werbemäßig nicht die gleiche Aufmerksamkeit verdienen wie alle anderen Kunden im Sport?, fragen die Macher der Studie. Hoch im Kurs stünden vor allem Outdoorsportarten. So treiben etwas 84 % de Best-Ager lieber draußen Sport als drinnen. Die Lieblingssportarten sind Wandern, Walking, Schwimmen und Radfahren.

„Das Konsumverhalten der Generation 50plus wird über die Zukunft vieler Unternehmen entscheiden“, meinen die Marktforscher von bbw. So verfügt die Guppe der über 60jährigen beispielsweise ein Einkommen, das über 400 Mrd. EUR im Jahr liegt und damit rund ein Drittel der Kaufkraft in Deutschland ausmacht. Zudem liege auch viel Geld auf deren Konto. Laut Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) taxiert das Nettovermögen von Rentnern und Pensionären im Schnitt bei derzeit 129.000 bzw. 252.000 EUR. Zudem hätten Menschen ab 45 Jahre die höchste Konsumbereitschaft.

Allerdings wollen die „Könige des Konsums“ endlich ernst genommen. „Aber insbesondere der klassische Handel geht nach wie vor kaum auf diese Zielgruppe ein, die deutlich mehr Beratung verlangt als andere. Gerade der Fachhandel und vor allem kleinere Geschäfte verpassen hier noch immer Chancen“, so der Vorwurf. Und weiter: „Vielfach wird die Lösung in der Gestaltung entsprechender Marken gesucht. In der Sportbranche scheint dieser Weg nicht der richtige zu sein, denn gerade beim Kauf von Sportartikeln achten die Best-Ager wesentlich weniger auf Marken als die jüngeren Bevölkerungsgruppen. Auch findet die jungendliche Präsentation der Marken in den Lieblingssportarten der Senioren keine ungeteilte Zustimmung. So kann es auch nicht verwundern, dass sich die Best Ager ihre Sportausrüstungen nur zu einem recht geringen Teil (30 %) im Sportfachhandel, sondern eher über andere Vertriebskanäle besorgen.“

Was für Best-Ager beim Verkaufsgespräch wichtig ist und welche Fragen sie beantwortet haben wollen, finden Sie in der angehängten Grafik.

Weitere Infos zur Studie gibt es im Internet unter www.bbwmarketing.de

24. November 2008 von Jürgen Wetzstein
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