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Foto: Canyon Bicycles (Archiv velobiz.de)
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An den Kernstandorten

Fahrradhersteller Canyon kündigt Stellenabbau an

Den Herausforderungen des Fahrradmarktes kann sich auch Fahrradhersteller Canyon nicht entziehen. Nach einer Phase des stetigen Wachstums kündigt der im vergangenen September an die Firmenspitze zurückgekehrte Gründer Roman Arnold jetzt personelle Einschnitte im Unternehmen an.

In einer Pressemitteilung informierte Canyon soeben, dass man plant, an den Kernstandorten des Unternehmens bis zu 320 der insgesamt rund 1600 Stellen abzubauen. Nach Jahren des rasanten Wachstums reagiere das Unternehmen jetzt auf eine grundlegend verändertes Marktumfeld und passt seine Organisations- und Kostenstruktur gezielt an, um Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, heißt es von Canyon.

Dieser Schritt kommt wenig überraschend. Canyon-Investor GBL, der etwa 50 % der Anteile am deutschen Fahrradhersteller und -Versender hält, meldete im Quartalsbericht für die ersten neun Monate des Jahres 2025 einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn (EBITDA). Strategische Initiativen zur Stärkung der Omni-Channel-Präsenz sowie die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen wurden u.a. dort angekündigt (velobiz.de berichtete) . Dass damit auch eine Anpassung der Beschäftigungszahlen mit einher geht, liegt auf der Hand. Der Fahrradhersteller hatte in den vergangenen Jahren die Zahl der Mitarbeiter erheblich aufgestockt: Im Jahr 2021 übersprang Canyon Bicycles zum ersten Mal die 1000-Mitarbeiter-Schwelle (Quelle: Northdata). Im Anschluss erfolgte ein rasanter weiterer Anstieg, jetzt erfolgt eine Korrektur.

Leicht gefallen ist dieser Schritt dem Canyon-Frontmann offenbar nicht: „Canyon ist eine gewachsene Gemeinschaft, verbunden durch die Leidenschaft für den Radsport. Es ist daher besonders schmerzhaft, dass wir uns von geschätzten Kolleginnen und Kollegen trennen müssen. Umso wichtiger ist es mir, diesen Weg so verantwortungsvoll wie möglich zu gestalten.“

Der Betriebsrat sei bereits informiert und die Gespräche aufgenommen. „Für die kommenden Verhandlungen wollen wir von Anfang an ein offenes Klima zwischen allen Beteiligten schaffen“, so Roman Arnold. Ziel sei es, den Prozess transparent, fair und mit größtmöglichem Respekt vor der Leistung der betroffenen Mitarbeitenden zu gestalten.

Keinen Einfluss haben die aktuellen Anpassungen auf die Pläne, am Standort Koblenz ein neues E-Bike-Center zu eröffnen (velobiz.de berichtete) . Die Fertigstellung und Eröffnung ist für dieses Jahr angestrebt. Auf strategische Wachstumsfelder will man weiterhin fokussieren. Stationäre Präsenz und damit Nähe zu den Kundinnen und Kunden zählt hier auf alle Fälle hinzu, genauso wie die Eröffnung des ersten Stores in München im vergangenen Jahr (velobiz.de berichtete) .

Mittwoch um 09:46 von Jürgen Wetzstein

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