2 Minuten Lesedauer

Chance für den stationären Handel

GfK-Studie: Mehrkanal-Geschäft wächst stärker als E-Commerce

Bei Händlern, die Kunden über mehrere Kanäle wie Geschäft und Internet hinweg bedienen, klingelt in Zukunft die Kasse: Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die Gesellschaft für Konsumforschung bei einer Studie, die sie zusammen mit Beratungsdienstleister Accenture durchgeführt hat. Demnach steige der Umsatz aus dem so genannten Mehrkanal-Geschäft im Bereich der Non-Food-Warengruppen bis 2015 um

knapp 80 %. Mehrkanal-Geschäft bedeutet: Ein Kunde informiert sich über ein Produkt zum Beispiel im Laden oder im Internet. Dann kauft er es über einen anderen Kanal. Rund 14 Milliarden Euro hat der Handel im Jahr 2009 auf diese Weise umgesetzt. Das entspricht knapp 10 Prozent des Gesamtumsatzes mit Non-Food-Waren. In den kommenden fünf Jahren wird dieser Anteil auf 17 Prozent steigen, prognostiziert die GfK. Der Anteil des reinen Online-Handels wachse hingegen nur von 7 auf 10 Prozent. Und: Schrumpfen werde der Umsatzanteil mit Verkäufen, bei denen Kunden ausschließlich das klassische Ladengeschäft aufsuchen, heißt es aus Nürnberg.

Unternehmen mit Wurzeln im stationären Handel haben werden in der Studie bessere Chancen als reinen Online-Anbietern eingeräumt. Nur sie seien in der Lage, Kunden die Vorteile der Kombination beider Kanäle anzubieten. Das gelte insbesondere im Fall, wenn Kunden teure und hochwertige Produkte kaufen.

Die Multichannel-Optionen müssen dem Kunden dabei allerdings einen wirklichen Mehrwert schaffen. Ansonsten entstehen teure und komplexe Prozesse, die in keinem Verhältnis zum geschaffenen Gegenwert stehen. Laut Studie ist Mehrwert für die Kundengruppe "Jüngere Singles mit gutem Einkommen" zum Beispiel, dass sie sich über das Internet Markenkleidung in die nächstgelegene Filiale bestellen können, die das Geschäft nicht standardmäßig auf Lager hat.

Als Zielgruppe für das Mehrkanalgeschäft macht die Untersuchung derzeit vor allem jüngere Menschen aus, darunter junge Familien der Mittel- und Arbeiterschicht. Wahre "Multichannel-Enthusiasten" seien vor allem Studenten, Auszubildende und gut verdienende Alleinlebende. Sie wickeln bereits etwa ein Fünftel aller Non-Food-Käufe im Zusammenspiel von Online- und Ladengeschäft ab.

Die komplette Studie kann übrigens kostenlos als pdf-Datei auf der Seite der GfK heruntergeladen werden: www.gfk.com/

Hier Text einfügen

5. Oktober 2010 von Jürgen Wetzstein

Verknüpfte Firmen abonnieren

GfK SE
Nur für Abonnenten
News
Nur für Abonnenten
Kommentare
Nur für Abonnenten
Stellenmarkt
Velobiz Plus
Die Kommentare sind nur
für unsere Abonnenten sichtbar.
Jahres-Abo
115 € pro Jahr
  • 12 Monate Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
  • 10 Ausgaben des exklusiven velobiz.de Magazins
Jetzt freischalten
30-Tage-Zugang
Einmalig 19 €
  • 30 Tage Zugriff auf alle Inhalte von velobiz.de
  • täglicher Newsletter mit Brancheninfos
Jetzt freischalten
Sie sind bereits Abonnent?
Zum Login