Chance für den stationären Handel
GfK-Studie: Mehrkanal-Geschäft wächst stärker als E-Commerce
knapp 80 %. Mehrkanal-Geschäft bedeutet: Ein Kunde informiert sich über ein Produkt zum Beispiel im Laden oder im Internet. Dann kauft er es über einen anderen Kanal. Rund 14 Milliarden Euro hat der Handel im Jahr 2009 auf diese Weise umgesetzt. Das entspricht knapp 10 Prozent des Gesamtumsatzes mit Non-Food-Waren. In den kommenden fünf Jahren wird dieser Anteil auf 17 Prozent steigen, prognostiziert die GfK. Der Anteil des reinen Online-Handels wachse hingegen nur von 7 auf 10 Prozent. Und: Schrumpfen werde der Umsatzanteil mit Verkäufen, bei denen Kunden ausschließlich das klassische Ladengeschäft aufsuchen, heißt es aus Nürnberg.
Unternehmen mit Wurzeln im stationären Handel haben werden in der Studie bessere Chancen als reinen Online-Anbietern eingeräumt. Nur sie seien in der Lage, Kunden die Vorteile der Kombination beider Kanäle anzubieten. Das gelte insbesondere im Fall, wenn Kunden teure und hochwertige Produkte kaufen.
Die Multichannel-Optionen müssen dem Kunden dabei allerdings einen wirklichen Mehrwert schaffen. Ansonsten entstehen teure und komplexe Prozesse, die in keinem Verhältnis zum geschaffenen Gegenwert stehen. Laut Studie ist Mehrwert für die Kundengruppe "Jüngere Singles mit gutem Einkommen" zum Beispiel, dass sie sich über das Internet Markenkleidung in die nächstgelegene Filiale bestellen können, die das Geschäft nicht standardmäßig auf Lager hat.
Als Zielgruppe für das Mehrkanalgeschäft macht die Untersuchung derzeit vor allem jüngere Menschen aus, darunter junge Familien der Mittel- und Arbeiterschicht. Wahre "Multichannel-Enthusiasten" seien vor allem Studenten, Auszubildende und gut verdienende Alleinlebende. Sie wickeln bereits etwa ein Fünftel aller Non-Food-Käufe im Zusammenspiel von Online- und Ladengeschäft ab.
Die komplette Studie kann übrigens kostenlos als pdf-Datei auf der Seite der GfK heruntergeladen werden: www.gfk.com/
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