
Aktuelle Konsumklima-Studie
Iran-Krieg drückt auf die Verbraucherstimmung
Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren Konsumentinnen und Konsumenten am eigenen Geldbeutel, beispielsweise durch die steigenden Spritpreise. Gleichzeitig sorgen sie für weitere Verunsicherung, was die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft anbelangt. Alles in allem: Gift für die Stimmung unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern. So sinkt der Konsumklima-Indikator, der die Erwartungen für den kommenden Monat wiedergibt, deutlich.
Während bei der Anschaffungsneigung und der Sparneigung in diesem Monat noch keine starken Effekte zu erkennen sind, trüben sich die Einkommenserwartungen infolge der Inflationsängste spürbar ein.
„Mit dem Rückgang auf -28 Punkte zeigt sich eine spürbare Eintrübung des Konsumklimas. Zwar reagieren die Anschaffungsneigung und die Sparneigung im Moment noch wenig auf die geopolitischen Ereignisse im Iran, aber die Verbraucher erwarten, dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht, und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „In einer aktuellen NIM-Studie geben 60 Prozent der Deutschen an, dass sie davon ausgehen, dass die Preise für Öl, Gas und Benzin dauerhaft hoch bleiben. Das drückt natürlich auf die Verbraucherstimmung“.
Die parallel zum Konsumklima durchgeführte Studie zeigt zudem, dass generell die Verunsicherung von Konsumenten durch den Iran-Krieg zunimmt: Über 90 Prozent der Befragten, die eine wesentliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erwarten, gehen davon aus, dass die Welt in den kommenden Jahren infolge des Krieges unsicherer werden wird.
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